Daten vor Ort verarbeiten
Mobiles Edge Computing – dort rechnen und auswerten, wo Daten anfallen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 6 min Lesedauer

Daten dort verarbeiten, wo sie anfallen. Im Unterschied zum Cloud-Computing wandert die Rechenlast beim Mobile-Edge-Computing direkt zum Ort des Geschehens. Voraussetzung sind ausreichend Bandbreite und geringe Latenz

Mobile Edge Computing zusammen mit 5G ermöglicht autonomes Fahren. Die Rechenlast muss nicht aufwendig in die Cloud transportiert werden, sondern kann vor Ort (an der Edge) erfolgen.(Bild:  Continental)
Mobile Edge Computing zusammen mit 5G ermöglicht autonomes Fahren. Die Rechenlast muss nicht aufwendig in die Cloud transportiert werden, sondern kann vor Ort (an der Edge) erfolgen.
(Bild: Continental)

Die großen Internetkonzerne haben alle ihre eigenen Rechenzentren. Und weil die großen Rechenzentren viel Ähnlichkeit mit großen landwirtschaftlichen Betrieben aufweisen, nennt man sie auch Serverfarmen. Das sind gigantische Serverfarmen. Das größte Rechenzentrum der Welt steht im chinesischen Langfang und hat eine Fläche von 585.289 m²; das größte Rechenzentrum in der EMEA-Region mit 74.322 m² wird von Portugal Telecom betrieben und ist im portugiesischen Covilhã angesiedelt. Viele der großen Rechenzentren stehen in den USA, aber auch in Deutschland gibt es in Frankfurt am Main ein kommerzielles Rechenzentrum.

In den Rechenzentren werden Unmengen an Daten analysiert und ausgewertet. Die Rechenlast eines Rechenzentrums findet an einem zentralen Ort statt. Doch in Zeiten der vernetzten Industrie und des zunehmenden vernetzten Verkehrs – Stichwort V2X und die Kommunikation der Fahrzeuge mit ihrer Umgebung – wird der Datenverkehr in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen.