Expertenbeitrag

Dipl.-Inf. Klaus Mochalski

Dipl.-Inf. Klaus Mochalski

Geschäftsführer Rhebo GmbH

OT-Security
Keine Steuerungstechnik ist sicher

Von Klaus Mochalski 5 min Lesedauer

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So sehr die Digitalisierung der Energie- und Industrieinfrastrukturen voranschreitet, so anfällig bleiben sie für Cyberrisiken. Das zeigen nicht zuletzt die Top-10-Anomalien, die 2022 in der Netzleit- und Fernwirktechnik von Energieunternehmen gefunden wurden. Ein Überblick.

Industrielle Netzwerke wie Steuerungs-, Fernwirk- und Netzleittechnik können vielfältige Sicherheitslücken aufweisen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Industrielle Netzwerke wie Steuerungs-, Fernwirk- und Netzleittechnik können vielfältige Sicherheitslücken aufweisen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Energieunternehmen halten mit der Digitalisierung und europaweiten Systemintegration ein zweischneidiges Schwert in der Hand. Auf der einen Seite werden Prozesse und die grenzübergreifende Zusammenarbeit vereinfacht sowie neue Geschäftsmodelle möglich. Auf der anderen Seite steigern zunehmende Vernetzung, Integration der Operational Technology (OT) in die IT, sowie der Ausbau des Smart Grid die Risikoexposition einer ohnehin schon stark vulnerablen kritischen Infrastruktur.

Vor allem das Smart Grid bietet Angreifenden potentiell Millionen von Zugangspunkten über öffentlich zugängliche Smart Meter, Ladestationen und Energiespeichersysteme. Erschwert wird die Situation durch die Eigenheiten der OT: Deren Fokus liegt auf Prozessstabilität, Verfügbarkeit und Arbeitsschutz, statt Informationssicherheit.