Datenstrategie
Keine Abkürzung auf dem Weg in die Daten-Ökonomie

Ein Gastbeitrag von MA Alexander Stark 4 min Lesedauer

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Der Reifegrad bei der Datenwertschöpfung deutscher Firmen ist gering. Staatliche Programme, Gaia-X oder KI aus der Cloud lösen dieses Problem nicht – jedes Unternehmen muss den Weg in die Daten-Ökonomie selbst gehen. Lohn ist die Souveränität über das eigene Geschäftsmodell.

Laut einer YouGov-Umfrage kann ein Großteil der Firmen mit seinen Daten nicht viel anfangen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Laut einer YouGov-Umfrage kann ein Großteil der Firmen mit seinen Daten nicht viel anfangen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Wenn es um die Bewirtschaftung von Daten geht, herrschen in vielen Firmen anarchische Zustände. Das ergibt die Analyse einer Umfrage des Marktforschungs-Unternehmens YouGov unter 800 Führungskräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Mehrheit der Firmen beherbergt ein Archipel von Daten-Inseln, zwischen denen es keine Verbindungen gibt. 65 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer sagen, dass ihr Unternehmen keine Datenstrategie habe.

Grundlage für die Analyse war ein Reifegradmodell, das die Fähigkeit von Unternehmen, Daten wertschöpfend einzusetzen, anhand von strategischen, organisatorischen und technischen Merkmalen bewertet. Die Unternehmen wurden danach auf fünf Reifegradstufen eingeordnet, wobei die niedrigste Stufe 1 den Zustand der Daten-Anarchie und die höchste Stufe 5 den Zustand der Daten-Ökonomie bezeichnet. Der Durchschnitt über alle Befragten liegt bei 2,1.