Datenräume auf der Hannover Messe

Daten international und zum Anfassen

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Smart Systems Hub: Souveräner Datenaustausch über Branchengrenzen hinweg

Manufacturing-X wird anwendbar: Der Smart Systems Hub (SSH) zeigt den Datenökosystem-übergreifenden Austausch in der Industriepraxis. Konkret demonstriert das Dresdner Innovationsnetzwerk am Stand der Plattform Industrie 4.0 in Halle 13, Stand C24 in einem Cross-Dataspace-Use-Case zwischen den Initiativen Chem-X, Semiconductor-X und Decide4Eco, wie Datenökosystem-übergreifender Datenfluss echte Wertschöpfung entlang komplexer Lieferketten erleichtert.

Das mobile Popup Testbed von Smart Systems Hub visualisiert den Datenaustausch entlang der Lieferkette am Messestand physisch.(Bild:  Timm Ziegenthaler)
Das mobile Popup Testbed von Smart Systems Hub visualisiert den Datenaustausch entlang der Lieferkette am Messestand physisch.
(Bild: Timm Ziegenthaler)

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Initiative Manufacturing-X wechselt nach Ablauf der aktuellen Förderphase Ende Juni 2026 in die Skalierung. Aufbauend auf dem Erfolg des Automotive-Pioniers Catena-X geht es nun an die durchgängige Produktivnutzung für das breite industrielle Ökosystem.

Damit datenbasierte Geschäftsmodelle die Unternehmensziele – etwa Nachhaltigkeitsziele – wirksam unterstützen, müssen sich Industrieunternehmen ohne administrativen Overhead in verschiedenen Datenräumen bewegen können. Dezentrale Datenräume entfalten erst im übergreifenden Zusammenspiel ihren Mehrwert.

Vom Konzept in die operative Realität

Der Messe-Demonstrator einer Halbleiter-Wertschöpfungskette von Smart Systems Hub, erarbeitet gemeinsam mit Prostep und der HTW Dresden, tritt den Beweis an, dass dieser lückenlose Datenfluss praktisch machbar ist. Darin wird ein Digital Material Passport (DMP) für Chemikalien aus der Initiative Chem-X für Halbleiterrohmaterialien adaptiert.

Diese Informationen fließen in Semiconductor-X ein, wo Product-Carbon-Footprint-Werte (PCF) von Rohstoffen und Fertigungsschritten zusammengeführt werden. Standardbasiert in einer Asset Administration Shell (AAS) hinterlegt, stehen die Chip-Daten abschließend im Kontext von Decide4Eco für weitere Anwendungen bereit. Der konkrete Anwendungsfall zeigt dies am Beispiel eines HiFi-Kopfhörers, in welchem der Chip verbaut ist.

Ihr Weg in die digitale Zukunft

Konkrete Use Cases, Deep Dives und Partner – ohne Hype, mit ROI

AI Integrated Production Summit

Bringen Sie Ihre Fertigung vom Proof-of-Concept in den produktiven Einsatz. Der AI Integrated Production Summit am 11. Juni 2026 in Karlsruhe ist Pflicht, wenn Sie Effizienz, Qualität und Flexibilität Ihrer Fertigung mit KI, modularen Anlagenkonzepten und digitalen Zwillingen vorantreiben möchten.Gezeigt werden übertragbare Use Cases, Referenzlösungen und Partnerschaften – aus der Industrie für die Industrie.

„Die nahtlose Cross-Dataspace-Kommunikation zwischen verschiedenen Datenräumen ist der Schlüssel zu einem effizienten Datenaustausch entlang komplexer Lieferketten“, betont Prof. Dr. Dirk Reichelt, Professor für Informationsmanagement der Fakultät Mathematik/Informatik an der HTW Dresden. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Smart Systems Hub und weiteren Partnern daran, eine solche Integration über mehrere Manufacturing-X-Projekte hinweg zu demonstrieren – und so Interoperabilität und Resilienz globaler Wertschöpfungsketten zu sichern“, so Reichelt weiter.

Martin Holland, Leiter Strategie und Business Development der Prostep Group, ergänzt: „Das Potential der Daten-Ökosysteme kann durch die Integration in die Unternehmenssysteme gehoben werden – das ‚Schließen der letzten Meile‘ sozusagen. Unser gemeinsamer Demonstrator zeigt, wie diese nahtlose Integration in verschiedene Daten-Ökosysteme mit möglichst wenig Aufwand gelingt.“

Explore & Learn als Beschleuniger für Interoperabilität

Technologisch demonstriert das Szenario die Kompatibilität unterschiedlicher Datenökosystembetreiber: Der Smart Systems Hub fungiert als Operator für Decide4Eco, die HTW Dresden für Semiconductor-X, ergänzt durch einen dritten Betreiber im Chem-X-Umfeld. Um Unternehmen den Einstieg in solche domänenübergreifenden Anwendungen zu erleichtern, bietet der Smart Systems Hub seine „Explore & Learn“-Umgebung an. In diesem praxisnahen Setup lassen sich Interoperabilität und das Verständnis für dezentrale Datenräume direkt und niederschwellig erproben.

Manufacturing-X zum Anfassen in Halle 13

Flankierend zum Cross-Dataspace-Exchange visualisiert das mobile Popup Testbed von Smart Systems Hub den Datenaustausch entlang der Lieferkette physisch. Besucher erwarten zudem Praxisbeispiele aus aktuellen Produktsprints: neue Geschäftsmodelle für Maschinen- und Anlagenbauer (mit ULT, Sitec, N+P), der konkrete Weg von der Explore-Umgebung zur Produktivnutzung mit Cofinity-X sowie die Anwendung des Digitalen Produktpasses mit GETT Gerätetechnik.

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