Klein aber nützlich

Enzyme könnten die emissionsfreie Kunststoffherstellung einleiten

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Schonende Kunststoffgewinnung mit Blick in die Urzeit

Die Arbeit erschließt auch den biochemischen und strukturellen Hintergrund einer geochemisch bedeutsamen Quelle von Kohlenwasserstoffen. Denn tatsächlich zeige das Enzym eine bemerkenswerte Vielseitigkeit. Es kann etwa eine Reihe von Kohlenwasserstoffen produzieren! Das heißt, neben Ethylen auch Ethan oder Methan, die ebenfalls wichtige Ausgangsstoffe für die Chemie sind. Das im Vergleich zu Nitrogenasen sehr unterschiedliche Substratspektrum des Enzyms biete neue Chancen für das Verständnis, wie die Proteinstruktur die Reaktivität der Metallcluster bestimme. Die Marburger liefern dazu die Grundlage, um diese Enzyme biotechnologisch zu zähmen und ihr Produktspektrum sinnvoll anzupassen. Darüber hinaus seien die Ergebnisse ein Hinweis auf die Evolution und Rolle der „Great Clusters“ in der Vergangenheit. Denn alles deute darauf hin, dass strukturell ähnliche Enzyme diese Cluster bereits für die reduktive Katalyse nutzten – und zwar lange bevor sich die Nitrogenasen selbst entwickelten. Das ist für die Forscher eine dramatische Wende für das Verständnis dieses, wie betont wird, entscheidenden Teils der Lebensgeschichte auf unserem Planeten.

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