Expertenbeitrag

 Jodok Batlogg

Jodok Batlogg

Founder & CTO, Crate.io

Smart Factory
Das operationale Gehirn: intelligentes Datenmanagement

Von Jodok Batlogg 3 min Lesedauer

Um intelligentes Datenmanagement möglichst effektiv nutzen zu können, muss man verstehen, wie sich moderne Datenbankarchitekturen, KI und IoT-Netzwerke zu einem neuen Datenmanagementparadigma verbinden lassen.

In einer intelligenten Fabrik müssen Daten nicht nur erfasst, sondern auch zur schnellen und intelligenten Weiterverarbeitung genutzt werden können.(Bild:   / CC0)
In einer intelligenten Fabrik müssen Daten nicht nur erfasst, sondern auch zur schnellen und intelligenten Weiterverarbeitung genutzt werden können.
(Bild: / CC0)

Mit dem Aufkommen des Internet of Things haben Unternehmen die Möglichkeit, immer größere Mengen an Maschinen- und Sensordaten für die Optimierung etwa von Produktionsprozessen, der Verbesserung der Sicherheit oder der Benutzererfahrung einzusetzen. In der Praxis stellen sie jedoch meist fest, dass die alten Paradigmen der Datenverarbeitung den Mainstream-Entwicklern nicht helfen, mit der Geschwindigkeit der Daten, neuen analytischen Algorithmen und der Notwendigkeit von Echtzeit-Abfragen Schritt zu halten. Ein geeigneter Ansatz zur Lösung des Problems liegt in der Verknüpfung von modernen verteilten (Open-Source-) Datenbankarchitekturen, maschinellem Lernen/AI und IoT-Netzwerken. Diese Technologien werden sich mittelfristig zu einem neuen Datenmanagement-Paradigma verbinden, das über die traditionellen Vorstellungen von Datenbanken hinausgeht.

Umfassendes Datenmanagement

Aktuelle Datenbanken sind vor allem eines – Datenbanken. Das allein genügt jedoch nicht, um die Plattform für die technologische Entwicklung von intelligenten Fabriken, smarten Städten oder fahrerlosen Fortbewegungsmitteln zu legen. Um dies zu erreichen, müssen die erfassten Daten auch zur schnellen und intelligenten Weiterverarbeitung genutzt werden können. Wenn beispielsweise in der Forschung die gesammelten Daten am Ende nur in einer Statistik landen, dann hat das abseits der Grafik keinen Mehrwert. Der Wert eines Datenbankmanagementsystems wird schließlich daran bemessen, welcher betriebswirtschaftliche Mehrwert durch seinen Einsatz entsteht – nicht an der Größe des Speichers, nicht an der Geschwindigkeit der Festplatte.