KI-Kooperation

Algorithmiq und das ISC läuten neu Ära der Materialentwicklung ein

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Menschliche Kreativität wird auch in digitalen Zeiten gebraucht

„Zunächst lassen sich mit Simulationen unsere weißen Flecken im Materialraum einfacher identifizieren. Gemeint sind Materialien, die wir zwar nicht unbedingt gesucht haben, deren Eigenschaften aber vielversprechend sein können“, erläutert Prof. Dr. Miriam Unterlass, Institutsleiterin des Fraunhofer ISC, zum Vorhaben. Ein weiteres Ziel sei es, den Materialraum durch Simulationen besser zu verstehen und neue Materialien schneller zu finden. Auch in Zukunft brauche man aber die Kreativität von Wissenschaftlern, um gesellschaftlich relevante Innovationen zu schaffen. Doch das Handwerkszeug wird eben immer digitaler. Und neben der realen Synthese wird der digitale Zwilling eine große Bedeutung gewinnen, mit dem sich Materialsynthese, Produkteigenschaften und Rückgewinnung durch Recycling über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg vorhersagen lassen, ohne jeden einzelnen Labor-Schritt nachvollziehen zu müssen, prognostiziert Unterlass.

Der Quantencomputer kann mehr als nur wissenschaftlich beeindrucken

Der Griff zu Quantencomputern bei der Lösung solch komplexer Aufgaben ist deshalb ein wichtiger Schritt, der hin zu einer beschleunigten Materialentwicklung führen kann. Prof. Dr. Sabrina Maniscalco, CEO und Mitgründerin von Algorithmiq, ergänzt: „Zu lange konzentrierte sich der globale Diskurs rund um Quantencomputing fast ausschließlich auf die Hardware. Doch Hardware allein genügt nicht!“ Ohne wesentliche Fortschritte bei Algorithmen und Software drohten Quantencomputer nämlich nur wissenschaftlich beeindruckend zu bleiben, ohne echten industriellen Mehrwert zu liefern. Bei Algorithmiq baut man laut Maniscalco aber die algorithmische Schicht auf, die Quantencomputer tatsächlich nützlich macht – für Chemie, Life Sciences, neue Materialien und darüber hinaus.

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