Expertenbeitrag

 Oliver Merget

Oliver Merget

I/O-Modul in IP67
Zeit und Kosten mit dezentralen I/O-Lösungen sparen

Von Oliver Merget 6 min Lesedauer

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Die Datenübergabe für intelligente Produktionsprozesse zwischen zwei Netzwerken direkt im Feld, das macht das IP67-Block-I/O-Modul von Turck möglich. Dabei ersetzt der TBEN-L-Spanner das letzte I/O-Modul einer Maschine und fungiert als erster Slave für die nächste Steuerung einer Fertigungslinie.

Der Ethernet-Spanner von Turck verbindet durch die Multiprotokoll-Technologie Welten im Feld.(Bild:  ©paylessimages - stock.adobe.com)
Der Ethernet-Spanner von Turck verbindet durch die Multiprotokoll-Technologie Welten im Feld.
(Bild: ©paylessimages - stock.adobe.com)

Dezentrale I/O-Lösungen werden im Hinblick auf moderne Automatisierungs- und Maschinenkonzepte, die zunehmend modular aufgebaut sind, immer interessanter. Der Trend bewegt sich weg vom Schaltschrank hin ins Feld. Wenn robuste I/O-Technik in Schutzart IP67 eingesetzt wird, führen Anwender die Leitungen der Feldgeräte direkt im Feld auf ein I/O-Modul, das per Feldbus die Signale gesammelt zum Schaltschrank führt. Im Vergleich zur Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung spart der Anwender Kosten für die Anschlusstechnik und die Verdrahtung. Dadurch ergibt sich auch ein Zeitvorteil beim Aufbau der Maschine. Statt viele einzelne Leitungen zum Schaltschrank zu führen, reichen bei Feldbus- oder Ethernet-Systemen in der Regel eine Kommunikationsleitung und eine Spannungsversorgung aus, um die I/O-Ebene an die Steuerung anzubinden. Die Peripherie kann dann schon vorab beim Maschinenbauer mit der dezentralen I/O-Technik verdrahtet werden und bildet so den modularen Maschinenbau konsequent ab. Die dezentrale Architektur punktet am höchsten, wenn sie lückenlos umgesetzt werden kann, wenn also im Idealfall gar kein separater Schaltschrank mehr eingesetzt werden muss. Neben der I/O-Technik bietet Turck mit TBEN-L-PLC auch Steuerungstechnik in IP67 und den TBEN-L-Spanner. In seiner Funktion als beidseitiger Slave tauscht der Spanner Daten bidirektional von Master zu Master aus.

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Einfach programmieren
Field Logic Controller

Mit den Field Logic Controllern (FLC) bietet Turck eine weitere hochflexible und kundenorientierte Automatisierungslösung. Möglich wird dies durch die browserbasierte Programmierumgebung ARGEE, die auf den Multiprotokoll-Block-I/O-Modulen TBEN-L, TBEN-S und FEN20 läuft. Sie basiert auf HTML5 und JavaScript und erlaubt dem Anwender, Bedingungen und Aktionen auf einfachstem Wege zu programmieren – selbst im Feld mit mobilen Endgeräten. ARGEE wird dabei nicht jede SPS vollständig ersetzen, aber die Engineering-Software ermöglicht neue Wege in der Steuerungstechnik. Alle FLC-Geräte können eigenständig Applikationen steuern, arithmetische, Timer-, Counter- und Binär-Funktionen ausführen sowie Daten mit übergeordneten Steuerungen austauschen. Der Anwender kann zwischen den Modi FLOW und PRO wählen.

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