IoT-Sabotage
Wer Aufzug fährt, der lebt gefährlich

Von Jürgen Schreier 6 min Lesedauer

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Aufzüge stehen still, wenn der böse Hacker es will. Diese und andere "hybride Bedrohungen" wurden kürzlich im Rahmen eines Verfassungsschutz-Symposiums in Berlin thematisiert. Welches Ungemach Betreibern kritischer Energieinfrastrukturen droht und was dagegen zu tun ist, kommentiert Will Stefan Roth von Nozomi Networks.

Der Verfassungsschutz hält einen Angriff auf den Zentralrechner eines Aufzugbetreibers für denkbar, um die Lifte in einer deutschen Großstadt still stehen zu lassen.(Bild:   / CC0)
Der Verfassungsschutz hält einen Angriff auf den Zentralrechner eines Aufzugbetreibers für denkbar, um die Lifte in einer deutschen Großstadt still stehen zu lassen.
(Bild: / CC0)

"Abwärts": Mit diesem Thriller - die Hauptrolle spielte übrigens der geniale Götz George - sorgte er deutsche Filmemacher Carl Schenkel 1984 für Gänsehaut in deutschen Kinos. Die Handlung - so simpel wie spannend: An einem Freitagabend bleibt der Aufzug eines Frankfurter Bürohochhauses stecken. Rasch entwickelt sich zwischen den Eingeschlossenen ein Psychokrieg mit (teilweise) letalem Ausgang.

Abwärts 4.0 - Aufzugbetreiber under attack

Nur Spiel? Von wegen! So etwas könnte jederzeit wieder geschehen - auch wenn heute wahrscheinlich Hacker ihre Finger im bösen Spiel haben dürften und die vielfach IoT-fähigen Aufzugsysteme per Crimeware zum Stillstand bringen. Vor solchen und anderen Gefahren auf kritische Infrastrukturen warnte dieser Tage Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen in einem Gespräch mit dem rbb Inforadio anlässlich des 15. Symposiums des Bundesamtes für Verfassungsschutz.