Edge Computing, 5G und IoT Wenn ehemals fremde Welten aufeinandertreffen
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Für viele IoT-Anwendungen reichen Daten-Volumina und Latenzzeiten klassischer IT-Services nicht aus. Abhilfe verspricht Edge Computing in Kombination mit dem jüngsten Mobilfunkstandard 5G. Für die erfolgreiche Umsetzung sind allerdings einige Punkte zu beachten.
Seit Jahren zieht sich eine Grundsatzfrage durch die Branche: Ist es besser, Daten zentral im Rechenzentrum und in der Cloud oder dezentral nah am Ort ihrer Entstehung vorzuhalten und zu verarbeiten? Angesichts der Tatsache, dass es laut den Analysten von IDC im Jahr 2025 über 40 Milliarden vernetzte IoT-Geräte geben wird, die etwa 80 Zettabyte an Daten generieren, liegt die Antwort auf der Hand: Bei so vielen drahtlosen Produkten und so vielen Daten, die ins Netzwerk integriert werden, wächst der Bedarf an gemeinsamer Rechenleistung vor Ort. Hier kommt Edge Computing in Kombination mit 5G ins Spiel.
Warum Edge Computing?
Die Mehrheit aller am Netzwerkrand gesammelten Informationen sind Wegwerfdaten, die das IoT-Gerät für die sofortige Entscheidungsfindung in Echtzeit braucht, die aber ansonsten keine weitere Relevanz haben. Extrem große Datenmengen und geringe Latenzzeiten zwingen das konventionelle Computing-Modell in die Knie. Herkömmliche Rechenzentren sind per Definition geografisch zu weit entfernt, um eine schnelle Reaktion zu garantieren. Gerade in Gegenden mit eingeschränkten Bandbreiten fällt es zudem schwer, Daten adäquat in die Cloud zu verschieben. Edge Computing bildet deshalb eine Zwischenschicht zwischen dem Core-Datacenter und der IoT-Sensorik der Endgeräte am Netzwerkrand. Durch den Einsatz von Analysealgorithmen und der Anwendung vortrainierter KI-Modelle kann die Datenverarbeitung lokal erfolgen und so für schnellere Entscheidungen sorgen. Daten werden aggregiert, sodass nur noch die abgeleiteten Ergebnisse zur weiteren Verarbeitung oder langfristigen Speicherung an einen zentralen Standort gesendet werden.
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