Ende-zu-Ende-Monitoring
Watch my Factory: Observability in der Industrie einsetzen

Ein Gastbeitrag von Christian Deponte* 4 min Lesedauer

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Observability-Systeme werden in allen Branchen eingesetzt, vornehmlich in stark digitalisierten Bereichen. Doch auch in der klassisch produzierenden Industrie kann das Ende-zu-Ende-Monitoring helfen, Fehler schnell zu finden und Effizienz zu erhöhen.

Mit einer Echtzeitansicht von Daten an einem Ort können Teams zusammenarbeiten, um die Benutzererfahrung zu verfolgen, Störungen zu beheben oder Dashboards zu erstellen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mit einer Echtzeitansicht von Daten an einem Ort können Teams zusammenarbeiten, um die Benutzererfahrung zu verfolgen, Störungen zu beheben oder Dashboards zu erstellen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Tritt in einer Produktionsstraße beim Bau einer Turbine ein Fehler auf, dann steht das Band und die Auslieferung wird gestoppt. Das kann große Bauprojekte um Wochen pausieren und deren Partner und Subunternehmer Geld kosten, ohne dass diese selbst irgendetwas für die Verzögerung können. Doch es kann auch Auswirkungen auf das alltägliche Leben haben. Nehmen wir als Beispiel eine große Fabrik, in der im Viertelstundentakt Lastwagen auf das Gelände fahren und es auch wieder verlassen. Bei kritischen Gütern wie etwa Chemikalien werden die Lastwagen gewogen, um sicherzustellen, dass sie entsprechend der Absprachen beladen wurden. Fällt die Waage aus, führt das zu einem Rückstau, der schnell weit über das Werksgelände hinausgehen und so sogar den öffentlichen Verkehr beeinträchtigen kann. Natürlich wirken Fehler in solchen Anlagen sich nicht immer auch auf die Öffentlichkeit aus, in jedem Fall aber haben sie sehr schnell direkte finanzielle Auswirkungen auf die beteiligten Unternehmen, denn Fabriken sind in der Regel vor allem eines: groß, und damit in ihren Abläufen mehr und mehr vernetzt. Damit entstehen jede Minute, in der Maschinen, Angestellte, Energie und sonstige Ressourcen eingesetzt werden, hohe Kosten, vor allem dann, wenn es an einer Stelle des Prozesses zu Ausfällen oder Problemen kommt. Wird in der gleichen Zeit nicht etwas produziert, das diese Kosten wieder hereinholen kann, verliert der Betreiber bares Geld. Und das wortwörtlich im Minutentakt.

Wo kommt Observability ins Spiel?

Observability misst, wie ein System funktioniert, und identifiziert proaktiv Probleme und Fehler anhand von Telemetriedaten wie Metriken, Ereignisse, Protokolle und Traces. Mit einer Echtzeitansicht der Daten an einem Ort können Teams zusammenarbeiten, um die Benutzererfahrung zu verfolgen, Störungen zu beheben oder Dashboards zu erstellen. Dies kann dazu beitragen, die Zuverlässigkeit und Leistung zu steigern und den betrieblichen Output zu verbessern. Im Falle unseres Waagebeispiels würde die Observability-Plattform die digitale Waage mit überwachen. Beim kleinsten Problem könnte sie die zuständige Person alarmieren und nicht nur feststellen, dass die Waage kaputt ist, sondern auch, was das Problem ist. Tritt die Ursache häufiger auf, kann mithilfe von Logs auch ein Lösungsvorschlag gegeben werden, der beim letzten Mal funktioniert hat. Die Reaktionszeit und damit die Lösungszeit würde sich reduzieren.