Ransomware in Deutschland
Vom kalkulierbaren Risiko zur existenziellen Bedrohung

Ein Gastbeitrag von Robert Frank, Area VP Central Europe, DigiCert 7 min Lesedauer

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Ransomware hat sich von einer lästigen, aber beherrschbaren Gefahr zu einer der gravierendsten Bedrohungen für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Warum reine Prävention an ihre Grenzen stößt.

In Deutschland haben die Schäden durch Ransomware-Angriffe laut aktueller Bitkom-Studie erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro überschritten. (Bild:  KI-generiert)
In Deutschland haben die Schäden durch Ransomware-Angriffe laut aktueller Bitkom-Studie erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro überschritten.
(Bild: KI-generiert)

Noch vor wenigen Jahren galt Ransomware als ein Problem, das vor allem unvorbereitete Mittelständler traf. Ein Mitarbeiter klickte auf einen schadhaften E-Mail-Anhang, Dateien wurden verschlüsselt, eine Lösegeldforderung im niedrigen fünfstelligen Bereich erschien auf dem Bildschirm. Die IT-Abteilung spielte Backups ein, das Tagesgeschäft lief nach kurzer Unterbrechung weiter. Schmerzhaft, aber überschaubar.

Diese Zeiten sind vorbei. Die aktuelle Wirtschaftsschutz-Studie 2025 des Digitalverbands Bitkom zeichnet ein Bild, das in seiner Deutlichkeit kaum zu übertreffen ist. Der Gesamtschaden, den deutsche Unternehmen durch Diebstahl, Sabotage und Industriespionage erlitten haben, beläuft sich auf rund 289,2 Milliarden Euro.