Studie Vielen Unternehmen fehlt eine Nachhaltigkeitsstrategie für ihre IT

Quelle: IDC 2 min Lesedauer

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Die Notwendigkeit und Dringlichkeit von nachhaltigen IT- und Wertschöpfungsprozessen ist den meisten deutschen Unternehmen bewusst. Um ihre Ziele zu erreichen, müssen sie jedoch noch viel investieren.

Unternehmen müssen bei ihrer Nachhaltigkeitsstrategie an bereits erreichte Ziele anknüpfen, darauf aufbauen und diese sukzessive erweitern.(Bild:  everythingpossible - stock.adobe.com)
Unternehmen müssen bei ihrer Nachhaltigkeitsstrategie an bereits erreichte Ziele anknüpfen, darauf aufbauen und diese sukzessive erweitern.
(Bild: everythingpossible - stock.adobe.com)

Die International Data Corporation (IDC) hat in ihrer neuen Studie die Nachhaltigkeit der IT in deutschen Unternehmen untersucht. Laut einer Mitteilung haben in diesem Bereich lediglich 30 Prozent der Befragten eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie.

So sei der Haupttreiber für eine nachhaltigere IT laut 30 Prozent der Befragten eine Senkung der Kosten. 20 Prozent gaben Effizienzverbesserungen an, 19 Prozent Compliance und Möglichkeit für Innovation. Über zwei Drittel haben deswegen im Jahr 2023 das gleiche oder ein höheres IT-Budget für nachhaltige IT-Projekte zur Verfügung gestellt als noch im Jahr 2022, heißt es weiter.

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Aus Sicht der IDC braucht es dringend langfristige, strategische Initiativen, um Schritt für Schritt einem ganzheitlichen Ansatz näherzukommen. Nur 30 Prozent verfolgen diesen Ansatz aktuell, bei dem Initiativen und Maßnahmen langfristig aufgesetzt, Ziele streng definiert und sämtliche Unternehmens- und Wertschöpfungsprozesse sowie die IT eingebunden sind. 31 Prozent haben ein konkretes Nachhaltigkeitsprogramm, 25 Prozent haben mehrere individuelle, aber nicht zwingend zusammenhängende Initiativen.

Fachkräftemangel bremst Fortschritt

Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie in der IT wollen 60 Prozent der befragten Unternehmen Abfall reduzieren, 57 Prozent den Energieverbrauch senken und 49 Prozent die Employee Experience verbessern. Innerhalb von ein bis zwei Jahren wollen außerdem 45 Prozent CO2-Neutralität erreichen, weitere 45 Prozent die Zusammenarbeit mit Lieferanten ausbauen, die die selben Ziele teilen und 43 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen.

Der Fachkräftemangel ist hierbei wie so oft die größte Herausforderung für die Unternehmen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigeren IT. Eine weitere große Hürde stellen veraltete IT-Infrastrukturen dar. So werde hier bei 37 Prozent der Befragten der Energieverbrauch gemessen. Bei 46 Prozent soll künftig die Energieeffizienz erfasst werden. Laut IDC sollte jedoch immer beides erfasst werden, um Rückschlüsse auf geeignete Einsparmaßnahmen ziehen zu können.

Die Studienautoren erwähnen lobend, dass das Bewusstsein für eine nachhaltige IT bei den meisten deutschen Unternehmen da ist. Da der größte Treiber die Kostenreduzierung ist, haben die Unternehmen erkannt, dass Nachhaltigkeit einen klaren Geschäftswert hat, so IDC. Auch die zunehmenden und strenger werdenden Gesetze in Bezug auf Nachhaltigkeit machen ein aktives Handeln und gezielte Investitionen unerlässlich.

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