Norm IEC 61499
Verteilt, Vereinfacht, Vernetzt: So geht herstellerunabhängige Automatisierung

Von Michael Gieselmann* 7 min Lesedauer

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Zeit für einen Perspektivwechsel: Ein Automatisierungsansatz, der Hardware und Software entkoppelt, revolutioniert nicht nur das Engineering. Das unternehmerische Potenzial ist riesig.

Ein herstellerunabhängiger und softwarezentrierter Automatisierungsansatz bietet nicht nur im Engineering Vorteile, auch neue Geschäfts- und Servicemodelle werden so möglich.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Ein herstellerunabhängiger und softwarezentrierter Automatisierungsansatz bietet nicht nur im Engineering Vorteile, auch neue Geschäfts- und Servicemodelle werden so möglich.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Die Aussage „Weiterentwicklung braucht Perspektivwechsel“ mag eine Binsenweisheit sein, dennoch bewahrheitet sie sich immer wieder. So zum Beispiel in der Welt der industriellen Automatisierung. Mehr denn je ergibt es hier Sinn, die Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Der Grund: Im Jahr 2022 muss Automatisierung nicht mehr zwangsläufig nach SPS-Logiken gedacht werden. Auf Basis der Norm IEC 61499 und deren nun verfügbarer De-facto-Standardisierung durch die Runtime der Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org ist es möglich, Automatisierung an IT-Logiken zu orientieren. Das bedeutet:

  • Entkopplung von Hardware und Software – im Gegensatz zu einer gegenwärtig meist üblichen Bindung von SPS und proprietärer, dazugehöriger Programmierumgebung
  • Herstellerübergreifende Interoperabilität von Steuerungen
  • Hardwareunabhängig erstellte Softwareapplikationen, die praktisch beliebig auf Hardwarekomponenten anderer Hersteller und/oder Generationen übertragen werden können.

Konsequent umgesetzt, bietet ein solcher herstellerunabhängiger und softwarezentrierter Automatisierungsansatz für Anwender und Anlagenbauer großes unternehmerisches Potenzial und kann das Engineering revolutionieren.