IoT-Studie Vernetzte Geräte für Mehrzahl der Menschen unverzichtbar

Quelle: Capgemini Research Institute 3 min Lesedauer

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Vernetzte Geräte haben im Alltag vieler Menschen weltweit inzwischen einen so hohen Stellenwert, dass zwei Drittel nicht mehr auf sie verzichten möchten. Dieses und weitere Ergebnisse bringt eine neue Studie von Capgemini ans Licht.

Vernetzte Geräte wie Smartwatches sind für viele Menschen nicht mehr wegzudenken.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Vernetzte Geräte wie Smartwatches sind für viele Menschen nicht mehr wegzudenken.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Laut einer aktuellen Studie sind vernetzte Geräte für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein essenzieller Bestandteil ihres Alltags geworden. Der Befragung des Capgemini Research Institute mit dem Titel „Connected Products: Enhancing Consumers' Lives with Technology“ zufolge, halten zwei Drittel diese Geräte inzwischen für unverzichtbar, ein Drittel will den eigenen Bestand in diesem Jahr weiter ausbauen. Bei den geplanten Anschaffungen werde Hardware für Gesundheit und Haussicherheit am stärksten nachgefragt.

Gleichzeitig wünschen sich die Befragten von den Herstellern, dass diese mehr Verantwortung für Nachhaltigkeitsaspekte wie Elektronikschrott und den Datenschutz übernehmen. Für die Studie wurden weltweit 10.000 Verbraucher und Verbraucherinnen aus 13 Ländern befragt.

Unterhaltung und Mobilität dominieren

Das Ranking der beliebtesten vernetzten Geräte führt laut der Studie die Unterhaltungselektronik an. Demnach nennen vier von fünf Befragten bereits ein vernetztes Unterhaltungssystem wie Smart-TV oder Gaming-Systeme ihr Eigen.

Etwas mehr als die Hälfte, knapp 60 Prozent, besitzt ein vernetztes Fahrzeug. Hier merken die Studienverantwortlichen allerdings an, dass diese Zahlen zwischen einzelnen Ländern stark variieren. Die meisten der sogenannten connected cars seien mit 77 Prozent in den USA unterwegs. Die wenigsten vernetzten Fortbewegungsmittel finden sich mit 38 Prozent auf Kanadas Straßen. Deutschland liegt mit 55 Prozent im weltweiten Durchschnitt.

Immer dabei: Wearables und Sprachassistenz

Für die steigende Akzeptanz vernetzter Geräte dürfte auch die zunehmend vereinfachte Interaktion mit der Hardware verantwortlich sein. 85 Prozent der Befragten geben an, Sprachassistenzsysteme entweder zu Hause, über das Smartphone oder im Auto zu nutzen. Bei den Gesprächsthemen dominiere die Suche nach Produkten und Dienstleistungen.

Da 71 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gleichzeitig jedoch ihre Bildschirmzeit reduzieren möchten, seien sie bereit, Wearables - wie Smart Watches, Gesundheitsgeräte oder intelligente Brillen - als Alternative zum Mobiltelefon zu testen. Gerade im Gesundheitsbereich gehören tragbare Geräte zu den beliebtesten geplanten Anschaffungen des anstehenden Jahres. Von den Befragten glauben 60 Prozent, dass vernetzte Produkte wie Gesundheits-Wearables oder -Tracker ihnen dabei helfen können, die eigene Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. 29 Prozent planen den Kauf eines solchen Geräts in diesem Jahr.

Interoperabilität, Datenschutz und Nachhaltigkeit zeigen Verbesserungspotenzial

Speziell die Navigation zwischen verschiedenen Geräte-Ökosystemen stelle für viele Nutzerinnen und Nutzer allerdings eine Herausforderung dar. 65 Prozent monieren das Fehlen einer zentralen Schnittstelle für alle verbundenen Geräte. Interoperabilität und Benutzerfreundlichkeit sollten daher für Hersteller in den Fokus ihrer Entwicklungen rücken.

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Angesichts der notwendigen ökologischen Transformation scheint auch das Bewusstsein für den entstehenden Elektroschrott sowie den CO2-Fußabdruck bei den Konsumenten und Konsumentinnen zu wachsen. Laut der Studienergebnisse sind sich 68 Prozent im Klaren über die Umweltkosten von Elektroschrott. 59 Prozent interessieren sich für den CO2-Ausstoß, den vernetzte Produkte auch schon in Produktion und Betrieb verursachen.

Auch hier wollen zwei Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen. Ein Problem sei laut der Befragten der Mangel an Recycling- und Entsorgungsmöglichkeiten für Elektroschrott. Die Hälfte der Studienteilnehmer und – teilnehmerinnen gibt außerdem zu Protokoll, dass sie veraltete Technologieprodukte besitze, die sie nicht sicher entsorgen kann.

Mit wachsender Sorge betrachten die Menschen laut der Studienverantwortlichen auch das Thema Datenschutz bei vernetzten Geräten. Lediglich 36 Prozent zeigen sich hiermit zufrieden. Prinzipiell hätten die User bei Geräten für den Gesundheitsbereich zwar großes Vertrauen in die Daten, die von Wearables generiert werden. Doch 56 Prozent befürchten gleichzeitig, dass Unternehmen über die vernetzten Geräte auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen können.

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Methodik

Für diese Studie befragte das Capgemini Research Institute 10.000 Verbraucher über 18 Jahren in 13 Ländern des asiatisch-pazifischen Raums, Europas, Großbritanniens und Nordamerikas. Die Befragung fand im November 2023 statt. Zudem wurden ausführliche Interviews mit Führungskräften aus der Branche geführt, die im Bereich der vernetzten Technologien tätig sind.

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