Expertenbeitrag

 Ben Kröger

Ben Kröger

Technische Leitung bei Axians IT Security, Axians

Security
Vernetzen auf menschlicher Ebene

Von Ben Kröger 3 min Lesedauer

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Fertigungsanlagen vor Cyberattacken zu schützen, ist eine technische und organisatorische Herausforderung. Teams aus Produktion und IT müssen an einem Strang ziehen, um ein Sicherheitskonzept zu erstellen, das die Bedürfnisse aller Seiten berücksichtigt.

Industrie-4.0-Umgebungen droht auch Gefahr durch Fernwartungszugänge, die Hacker nutzen könnten.(Bild:   / CC0)
Industrie-4.0-Umgebungen droht auch Gefahr durch Fernwartungszugänge, die Hacker nutzen könnten.
(Bild: / CC0)

Das automatisierte Überwachen, Steuern und Optimieren von vernetzten Industrieanlagen übernehmen in der Regel SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition)-Systeme. Die letzte Kontrollinstanz im Zusammenspiel von Betriebstechnologie (Operational Technology, OT) und IT bleibt jedoch der Mensch, der den Status des Risikofaktors nicht los wird.

Zwar sollte jedem Mitarbeiter heute eigentlich klar sein, dass Schädlinge die Sicherheitsstruktur mühelos überwinden können, wenn er seinen eigenen USB-Stick in eine Maschine steckt – selbst fabrikneue USB-Sticks können Schadsoftware enthalten. Trotzdem gelangt Schadsoftware oft über die eigenen Reihen in Unternehmen. Daher führt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Einschleusen von Schadsoftware über Wechseldatenträger und externe Hardware wie Wartungsnotebooks in der Top-Ten-Liste der Bedrohungen für Industrial Control Systems (ICS) 2019 auf Rang eins auf.