Cyber-Security TISAX-Konformität schützt Autoindustrie gegen Hacker
Das Thema Informationssicherheit hat für die Zusammenarbeit in der Automobil- und Zuliefererindustrie mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 die TISAX-Zertifizierung entwickelt, die inzwischen branchenweit ausgerollt wird.
Digitale Angreifer nehmen zunehmend die Automobilbranche ins Visier. Im 2020 Automotive Cyber-Security-Report stellt Upstream beispielsweise fest, dass die Zahl der jährlichen Cybersecurity-Vorfälle in der Automobilindustrie seit 2016 um 605 Prozent gestiegen ist. Dabei hat sich Zahl der Vorfälle allein im Jahr 2019 verdoppelt. Über die Hälfte (57 %) dieser Vorfälle ging von Black-Hat-Hackern (Angreifer, die sich persönlich bereichern wollen) aus. Das Ziel: Unternehmensprozesse stören, geistiges Eigentum und Informationen zu Prototypen stehlen oder Lösegeld erpressen. Die Angriffe richten sich beispielsweise gegen schlüssellose Zugangssysteme, Backend-Server und mobile Apps, und sie betreffen Firmen in jeder Phase der automobilen Lieferkette. Unter den Betroffenen sind Erstausrüster (OEMs) genauso wie Fuhrparks, Telematik- und Aftermarket-Dienstleister.
Um dieser Bedrohung durch Cyberangriffe entgegenzuwirken, wurde bereits 2017 die TISAX-Zertifizierung (Trusted Information Security Assessment Exchange) entwickelt, welche mittlerweile für die gesamte Automobil- und Zulieferindustrie anwendbar ist. Als regionale Grundlage für TISAX dient der VDA-ISA-Katalog, um eine unternehmensübergreifende Anerkennung von Assessment-Ergebnissen zu gewährleisten. Der VDA hat die ENX Association zudem als neutrale Instanz für die Steuerung und Betreuung des TISAX-Modells hinzugezogen.
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