Mehr Vernetzung So optimieren Forscher die Datenübertragung für die Industrie

Quelle: Pressemitteilung des Hahn-Schickard-Instituts 3 min Lesedauer

Sicher, in Echtzeit, robust und drahtlos lauten die Anforderungen für eine ideale Datenübertragung im industriellen Umfeld, der sich jetzt fünf Partner ...

Ein neues Forschungsprojekt für die drahtlose, echtzeitfähige und vor allem sichere Datenübertragung für die Industrie ist gestartet. Zum Auftakt trafen sich die Projektbeteiligten bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder. Hier mehr dazu ...(Bild:  Hahn-Schickard-Institut)
Ein neues Forschungsprojekt für die drahtlose, echtzeitfähige und vor allem sichere Datenübertragung für die Industrie ist gestartet. Zum Auftakt trafen sich die Projektbeteiligten bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder. Hier mehr dazu ...
(Bild: Hahn-Schickard-Institut)

Das Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK) der Hochschule Offenburg, die Technische Universität Dresden, das Hahn-Schickard-Institut für Mikro- und Informationstechnik mit Sitz in Villingen-Schwenningen, Firecell aus Nizza, Anbieter für 5G-Campus-Netzwerke, sowie die Universität und Forschungseinrichtung für Telekommunikation und Multimedia Eurecom im Technologiepark Sophia Antipolis in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, wollen bestehende 5G-Kommunikationstechnologien erweitern, um eine industrietaugliche Plattform aufzubauen, die eine drahtlose, robuste, echtzeitfähige und sichere drahtlose Datenübertragung für industrielle Anwendungsfälle ermöglicht.

Mehr Geräte verlangen immer stärkere Vernetzung

Hintergrund und Motivation des von den deutschen und französischen Wirtschaftsministerien geförderten Projekts lägen im steigenden Bedarf an einer immer stärker werdenden Vernetzung in industriellen Anlagen und der damit verbundenen Vervielfachung der daran beteiligten Geräte. Auch stiegen die Anforderungen an die Flexibilität solcher Anlagen stetig, sodass drahtlose Technologien immer beliebter würden.

Gleichzeitig darf aber die Zuverlässigkeit nicht hinter das Niveau der bisher genutzten drahtgebundenen industriellen Kommunikationssysteme zurückfallen, sagen die Experten. Deshalb wollen die Projektbeteiligten entsprechende 5G-Campusnetze aufbauen, konfigurieren, erweitern und in sogenannte Time Sensitive Networking (TSN) Netze integrieren, wie es weiter heißt.

Dabei sollen industrielle Standardkommunikationsprotokolle (Profinet/Profisafe) integriert werden, die Nutzbarkeit solcher Netze im industriellen Umfeld erhöht und die Erweiterung bestehender industrieller Netzwerke ermöglicht werden. Das eröffne zahlreiche neue Anwendungsfällen, die in den industriellen Produktionsanlagen der assoziierten Anwendungspartner Airbus Operations GmbH (Deutschland), Airbus S.A.S (Frankreich), Robert Bosch GmbH (Deutschland), Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG (Deutschland) und MGA Technologies (Frankreich) umgesetzt und evaluiert würden.

Ideale Zusammensetzung der Projektpartner

Dabei gehe es zum einen um die Flugzeugmontage, zum anderen um die Steuerung und Koordination sogenannter Automated Guided Vehicles (Fahrerloser Transportfahrzeuge). Im Rahmen des Projekts soll ein Demonstrator den Betrieb und die Leistungsfähigkeit des neuen industriellen 5G-TSN-Campus-Netzes demonstrieren. Das Projekt „stic5G“ wird dazu die Entwicklung von zeitsensitiven 5G-Campusnetzwerken eine Stufe vorantreiben. Mit einem, wie es heißt, einmaligen Konsortium aus Key Playern der Branche aus Frankreich und Deutschland, zwei sich ergänzenden Core-Netzwerk-Ansätzen und leistungsfähigen Anwendungspartnern werde man sich der Integration in bestehende Anwendungen und den damit verbundenen Anforderungen an die funktionale Sicherheit widmen.

Die einzelnen Partner ergänzten sich für die Zielsetzungen des Projekts hervorragend. Während durch die Expertise der beiden Partner TU Dresden und Firecell die Kernbestandteile des zu entwickelnden 5G-Campusnetztwerks abgedeckt würden, bringe die Forschungseinrichtung Eurecom die notwendige Erfahrung mit, um Entwicklungen und Erweiterungen am sogenannten Radio Access Network (RAN) durchzuführen. Die Anbindung der 5G-Endgeräte sowie der finale Aufbau der Demonstratoren erfolgen durch die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung.

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