„Intelligente“ Brillen Smartglasses-Design entscheidet Beziehung zwischen Pfleger und Patient

Quelle: Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung 2 min Lesedauer

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Smartglasses respektive „intelligente“ Brillen kommen schon länger bei der Arbeit im Logistikbereich zum Einsatz. Zunehmend werde ihr Einsatz auch im Gesundheitswesen diskutiert.

Eine Studie hat jetzt herauszufinden versucht, wie sich Smartglasses oder „intelligente“ Brillen vernünftig im Gesundheitswesen etablieren könnten. Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der TU Dortmund gibt hier die wichtigsten Ergebnisse bekannt.(Bild:  IfADo)
Eine Studie hat jetzt herauszufinden versucht, wie sich Smartglasses oder „intelligente“ Brillen vernünftig im Gesundheitswesen etablieren könnten. Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der TU Dortmund gibt hier die wichtigsten Ergebnisse bekannt.
(Bild: IfADo)

Die Entwicklung „intelligenter“ Brillen hat mit der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) einen Aufschwung erlebt, registrieren die Experten des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. Insbesondere die Idee, virtuelle und erweiterte Realitäten (Augmented Reality) in den Alltag einzubinden, habe an Aufmerksamkeit gewonnen. Das gelte auch für den klinischen Bereich, insbesondere, wenn es um die Krankenpflege gehe. „Intelligente“ Brillen oder Smartglasses sollen dafür hilfreich sein, Fehler zu vermeiden und den Stress der Pflegekräfte zu verringern.

Allerdings unterscheiden sich Gesundheitsberufe von anderen Berufen, bei denen Smartglasses bereits eingesetzt werden. Und zwar dadurch, dass die Interaktion mit dem Patienten im Vordergrund steht. Die Interaktion bildet schließlich die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Patienten und dem Gesundheitspersonal. Bisher sei es noch unklar, ob sich „intelligente“ Brillen auf diese Interaktion positiv oder negativ auswirken können.

Das Aussehen von Smartglasses entscheidet die Akzeptanz

Eine IfADo-Studie hat nun die visuellen Auswirkungen verschiedener Smartglasses untersucht, wie es weiter heißt. Die Forscher kommen demnach zu dem Ergebnis, dass das Design der smarten Brille entscheidend für die Interaktionsarbeit ist. Personen, die eine Brille mit vertrautem Design trügen, würden ähnlich kompetent und vertrauenswürdig beurteilt wie Personen ohne Brille. Dabei haben größere Brillen mit größeren Headsets und Displays Auswirkungen auf die Beurteilung, während Brillen, die eher wie Lesebrillen gestaltet sind, die Wahrnehmung nicht verändern, sagen die Forscher. Die Teilnehmer der Studie wünschten sich aber nicht nur ein unauffälliges Lese- oder Sonnenbrillendesign, sondern betonten auch die Wichtigkeit, Gesichtsmerkmale wie Augen oder nonverbales Verhalten erkennen zu lassen.

Smartglasses sollten Patienten auch erklärt werden

Diese Ergebnisse legen nahe, dass vor dem Einsatz von Smartglasses nicht nur der Brillennutzer berücksichtig werden sollte, sondern auch der Nutzungskontext und das Design der Brillen. Für Berufe, in denen Face-to-Face-Interaktionen und Beziehungen zu Menschen im Mittelpunkt stehen, wie es eben im Gesundheitswesen der Fall ist, ist es deshalb sinnvoll, außer ergonomischen Merkmalen und Funktionalitäten auch das Design der Smartglasses zu beachten. Darüber hinaus kann es für den Einsatz sinnvoll sein, das Tragen und die Nutzung durch Erklärungen zu begleiten, bis ein breites Publikum irgendwann mit den Smartglasses vertraut ist.

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