Product-as-a-Service
Servitization: Der Weg zum proaktiven Servicemodell

Von Johannes Günther 5 min Lesedauer

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Der Product-as-a-Service(PaaS)-Trend verändert die Fertigungsindustrie. Wo defekte Teile früher nach dem Break-Fix-Modell reaktiv repariert wurden, trachten OEMs heute nach einem proaktiven, umfangreichen Service für ihre Kunden. Doch der Weg von „reaktiv“ zu „proaktiv“ hängt zu großen Teilen davon ab, wie stark sich OEMs im Internet of Things involvieren.

Serviceanbieter erhalten mittels IoT Echtzeitinformationen zu potenziellen Produkt- oder Teileausfällen, was das Ersatzteilmanagement auf ein neues Level hebt.(Bild:  NEJRON PHOTO)
Serviceanbieter erhalten mittels IoT Echtzeitinformationen zu potenziellen Produkt- oder Teileausfällen, was das Ersatzteilmanagement auf ein neues Level hebt.
(Bild: NEJRON PHOTO)

Die Fertigungsindustrie rechnet mit einem starken Wachstum des Product-as-a-Service-Modells. Im Fachjargon wird dieser Trend als „Servitization“ bezeichnet. Das veränderte Verhalten der Verbraucher ist der Ursprung dieser Entwicklung: Kunden wollen heute nicht mehr das Produkt selbst erwerben, sondern bezahlen für ein gewünschtes „Ergebnis“, sprich einen Service.

Eine aktuelle Studie des Münchner ifo Instituts im Auftrag der IHK für München und Oberbayern verdeutlicht, dass (nicht nur) die bayerische Wirtschaft angesichts einer „Servitization“ des Welthandels langfristig neue Wege gehen muss. Statt klassischer Exportgüter sollten Unternehmen zukünftig Dienstleistungen sowie Kombinationen aus Gütern und Dienstleistungen anbieten. Hier gebe es ein deutlich größeres Wachstumspotenzial, so das zentrale Ergebnis der Studie.