Biosensorik
Schwitzen für die Gesundheit: Sensorbasierte Pflaster als Fitness Tracker

Von Susann Thoma* 3 min Lesedauer

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Egal ob Blutdruck, Puls oder Herzfrequenz – diese Körperfunktionen dienen alle der Überprüfung des Herz-Kreislauf-Systems. Im Eurostars Projekt XPatch geht es um eine andere Möglichkeit. Bald soll das medizinische Monitoring auch mit den biochemischen Informationen aus Körperschweiß möglich sein.

Besonders im Leistungssport sind Informationen zur körperlichen Verfassung wichtig. Das ultrasensitive, elektronische Pflaster XPatch nimmt Körperschweiß auf, generiert in Echtzeit genauste Angaben und schickt diese direkt an das Smartphone des Nutzers.(Bild:  Fraunhofer IZM / Volker Mai)
Besonders im Leistungssport sind Informationen zur körperlichen Verfassung wichtig. Das ultrasensitive, elektronische Pflaster XPatch nimmt Körperschweiß auf, generiert in Echtzeit genauste Angaben und schickt diese direkt an das Smartphone des Nutzers.
(Bild: Fraunhofer IZM / Volker Mai)

Dass Sport gesund hält, ist schon lange vor der Quarantäne-Zeit bekannt gewesen. Doch das reicht einigen Menschen nicht mehr: sie wollen wissen, was die einzelnen Sporteinheiten in ihrem Körperinneren bewirken, beziehungsweise mit welcher Übung sich die Fitness Fans vielleicht keinen Gefallen tun. Das internationale Wissenschaftsprojekt versammelt Fachleute der Biosensorik, um ein flexibles Sensorsystem zu entwickeln, das die biochemischen Informationen aus dem Körperschweiß in Echtzeit überwachen kann. Für ein sekundengenaues medizinisches Monitoring des Herz-Kreislauf-Systems von Leistungssportlerinnen und -sportlern entwickelt das internationale Konsortium eine neue Generation sensorischer Pflaster. Die mit Mikroelektronik ausgestattete Pflaster sollen auf dem Fitness- und Medizintechnikmarkt angeboten werden. Das Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) ist dabei für die Energieversorgung, Kommunikation und Systemintegration für den flexiblen autarken Gesundheitsmonitor zuständig.