Expertenbeitrag

 Michael Matzer

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Kundenkonferenz Dreamforce 2016 in San Francisco
Salesforce verstärkt seine Enterprise-Plattform

Von Michael Matzer 5 min Lesedauer

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Salesforce hat seine Cloud-Plattform um die Commerce Cloud erweitert und arbeitet verstärkt daran, den Nutzen für seine Software-Abonnenten zu erhöhen. Dazu gehören die neue Entwicklungsumgebung Salesforce DX (Developer Experience), die Tools Quip und Heywire sowie eine breite Palette von Analyse-Tools.

Über 150.000 kleine und mittlere Unternehmen haben Salesforce im Einsatz. (Bild:  © Michael Matzer)
Über 150.000 kleine und mittlere Unternehmen haben Salesforce im Einsatz.
(Bild: © Michael Matzer)

Die deutlichste Neuerung, die Salesforce in seinem Release „Winter 2017“ im vierten Quartal 2016 einführen will, ist die Commerce Cloud. Sie beruht auf Demandware, einem von Stefan Schambach gegründeten Unternehmen zur Entwicklung von Enterprise-Webshops. Bereits über 1800 Websites in 53 Ländern nutzen die Commerce Cloud und über 300 Millionen Käufer besuchen monatlich diese Shops; zu den Commerce Cloud Kunden gehören etwa Kiehls und Puma. „Auch Adidas gehört dazu“, sagte CEO Jeff Barnett. „Da wir erst vor zwei Monaten von Salesforce gekauft wurden, gibt es noch keine integrierte Lizenz“, verriet Barnett im Gespräch – ein Hinweis darauf, dass Demandware noch ein weitgehend eigenständig operierendes Unternehmen ist.

Mehrwert durch Zukäufe

Barnett liefert auch Hinweise darauf, was Salesforce bislang am dringendsten gefehlt hat: ein einheitliches Datenmanagement. „Salesforce hat kürzlich die Firmen Krux und Beyondcore gekauft, um seine Analyse-Plattform Salesforce Einstein zu verstärken“, so Barnett. „Krux ermöglicht Data Platform Management, also unternehmensweite Datenverwaltung.“ Das Problem, das damit gelöst werden soll: Jede der mittlerweile acht Salesforce-Clouds hat aufgrund ihrer virtualisierten Bereitstellung in der Cloud ihre eigene Datenhaltung. Das hat die 360-Grad-Sicht auf den Kunden erschwert. Krux löst dieses Problem, weil damit für jedes Modell und jede Abfrage die relevanten Daten aus den verschiedenen Quellen zusammengeführt werden können.