Industrie-Computer
Raspberry Pi wird fit für Industrie 4.0

Von Holger Wußmann 5 min Lesedauer

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Der Raspberry Pi ist schon lange bei all denjenigen beliebt, die den Einstieg in die Welt des Programmierens wagen wollen. Nun soll der Einplatinenrechner sein Potenzial für Industrie 4.0-Anwendungen beweisen.

Mit Pi-Tron hat Kontron ein industrielles Baseboard, eine Mini-SPS mit ergänzenden I/O-Modulen, entwickelt. Ein entscheidendes Kühlkonzept ermöglicht den robusten Einsatz in industrieüblichen Temperaturbereichen. (Bild:  Kontron)
Mit Pi-Tron hat Kontron ein industrielles Baseboard, eine Mini-SPS mit ergänzenden I/O-Modulen, entwickelt. Ein entscheidendes Kühlkonzept ermöglicht den robusten Einsatz in industrieüblichen Temperaturbereichen.
(Bild: Kontron)

Bei Kontron war es Liebe auf den zweiten Blick: Als sich immer mehr Unternehmen Raspberry Pi als Grundlage wünschten, sah es zunächst nach einer Konfrontation mit bestehenden Angeboten aus. „Oft haben Kunden schon einen Testaufbau ausprobiert und wollten diese Grundlage für die Entwicklung eines industrietauglichen Massenproduktes nutzen. Andere Rechnerplattformen kamen dann nicht in Frage, weil die bereits genutzte Software tatsächlich nur auf Raspberry Pi-Hardware mitgenommen werden kann“, berichtet Holger Wußmann, Managing Director der Kontron Electronics. Statt sich auf einen Glaubenskrieg einzulassen, beschloss der Embedded-Anbieter, die Einplatinenrechner in eine Industrielösung zu verwandeln und in sein Portfolio aufzunehmen.

Schnelle Hardware-Inbetriebnahme

So entstand mit Pi-Tron ein industrielles Baseboard, um die Raspberry Pi-Software-Community nutzen zu können. Das Compute-Modul aus dem Raspberry-Portfolio, das den Mikroprozessor sowie Speicher umfasst, diente dabei als Grundlage. Hinzu kam ein Gehäuse mit der vertrauten Optik der Kontron-Produkte: Zusammen also eine kleine Kompaktsteuerung mit Anschluss für Sensoren und Aktoren. Auch ein für Schaltschrankanwendungen wichtiger 24-Volt-Anschluss ist dabei.