Organoide Intelligenz
OI: Werden Computer bald menschenähnlicher?

Ein Gastkommentar von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 4 min Lesedauer

Die OI beschreibt ein aufstrebendes multidisziplinäres Feld, das an der Entwicklung biologischer Computer unter Verwendung von menschlichen Gehirnzellen und Gehirn-Maschine-Schnittstellen-Technologien arbeitet. Dadurch soll es unter anderem schon bald möglich sein, riesige Datenmengen effizienter und mit weitaus geringerem Energiebedarf speichern und abrufen zu können.

Mithilfe organoider Intelligenz sollen menschliche Gehirnzellen die Funktionalität von Computern verbessern.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Mithilfe organoider Intelligenz sollen menschliche Gehirnzellen die Funktionalität von Computern verbessern.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Während die Welt von den jüngsten Fortschritten in der künstlichen Intelligenz fasziniert ist, haben Forscherinnen und Forscher bereits eine neue Form der Intelligenz entdeckt: organoide Intelligenz, kurz OI. Eine Zukunft, in der Computer von im Labor gezüchteten Gehirnzellen angetrieben werden, könnte schon näher sein, als wir es uns vielleicht hätten vorstellen können. Denn trotz der erstaunlichen Fortschritte der KI ist sie dem menschlichen Gehirn mit Blick auf Energieeffizienz, Lernprozesse und komplexe Entscheidungsfindung noch immer unterlegen.

Die Fähigkeiten und Kapazitäten des menschlichen Gehirns zur Informationsspeicherung, bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz, sind im Vergleich zu modernen Computern unerreicht. Forschungsprojekte mit Gehirn-Organoiden, die von der Stammzellenforschung inspiriert werden, zielen darauf ab, kognitive Funktionen im Labor nachzubilden. Derzeit werden die Größe der Gehirn-Organoide erweitert und Kommunikationstools für Input und Output entwickelt, um komplexere Aufgaben zu realisieren.