Gegenangriff Neuer Bitdefender-Dekryptor wehrt auch Megacortex-Attacken ab

Quelle: Pressemitteilung von Bitdefender 2 min Lesedauer

Bitdefender weist auf seinen universell einsetzbaren Dekryptor hin, der Megacortex-Ransomware-Angriffe unschädlich macht. Hier die Details.

Bitdefender bietet jetzt einen neu entwickelten Dekryptor, der auch vor Megacortex-Ransomware-Angriffen schützt. Was er noch alles kann, und wo man ihn findet, verrät der Beitrag.(Bild:  Bitdefender)
Bitdefender bietet jetzt einen neu entwickelten Dekryptor, der auch vor Megacortex-Ransomware-Angriffen schützt. Was er noch alles kann, und wo man ihn findet, verrät der Beitrag.
(Bild: Bitdefender)

Den Opfern der Megacortex-Ransomware-Familie steht ab sofort ein von Bitdefender mitentwickelter Universal-Dekryptor zur Verfügung. Die Betroffenen könnten mit diesem kostenlosen Tool verschlüsselte Daten aller Megacortex-Versionen wieder verfügbar machen. Die Entwicklung hat ihren Grund, denn im Oktober 2021 hatte Europol die Verhaftung von zwölf Personen als Ergebnis einer internationalen Aktion gegen Akteure gemeldet, die Ransomware der Typen Dharma, Megacortex und Lockergoga eingesetzt hatten. Zu den Opfern dieses sozusagen „digitalen dirty dozen“ gehörten mutmaßlich über 1.800 Opfer in 71 Ländern. Der verursachte Schaden wird auf über 100 Millionen US-Dollar geschätzt. Mit dem neuen Dekryptor soll das nicht mehr vorkommen.

So nutzt man den Bitdefender-Dekryptor gegen Cyberattacken

Durch Anklicken der Option „Backup“ werden Dateien gesichert, um bei Problemen einen neuen Versuch starten zu können, erklärt Bitdefender. Bei dieser Option sieht der Nutzer sowohl die noch nicht entschlüsselten als auch die entschlüsselten Dateien und kann erstere später bequem löschen, heißt es weiter. Außerdem werde ein Log-Eintrag zu den Entschlüsselungen angelegt. Bei früheren Versuchen nur teilweise wiederhergestellte Dateien werden – bei entsprechender Einstellung – durch neue, bereinigte Dateien ersetzt, die dann erfolgreich entschlüsselt werden, verspricht der Anbieter. Das Tool funktioniere im „Silent Mode“ auch im Hintergrund und ließe sich dann über Kommandozeilen steuern, um Dateien in einem großen Netzwerk wieder verfügbar zu machen. Dabei könnten Nutzer auch Pfade eingeben, auf denen sich verschlüsselte Dateien befinden.

Um mit den Versionen 2 bis 4 von Megacortex verschlüsselte Daten zu entschlüsseln, muss die Meldung der Erpresser auf dem System („!!_READ_ME_!!!.TXT”, “!-!_README_!-!.RTF”) vorliegen. Bei Angriffen mit Megacortex V1 muss die Benachrichtigung sowie die von der Ransomware angelegte TSV-Log-Datei (etwa „fracxid.tsv“) auf dem System vorhanden sein.

Der neuartige Dekryptor ist eine gemeinsame Entwicklung von Bitdefender, Europol, dem Nomoreransom-Projekt sowie der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei in Zürich.Wer sich jetzt gegen gemeine Ransomware-Angriffe schützen will, der kann den Bitdefender-Dekryptor hier herunterladen.

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