Expertenbeitrag

Dipl-Ing. (BA) Christian Koch

Dipl-Ing. (BA) Christian Koch

Vice President Cybersecurity, NTT DATA

Sicherheit und IoT
Neue Risiken durch IoT in Industriesystemen

Von Sebastian Human 4 min Lesedauer

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Das Internet der Dinge ist insbesondere im Industrieumfeld eine noch junge Technologie. Daher steht bei der Entwicklung von IoT-Komponenten und OT-Lösungen (Operational Technologies) für viele Unternehmen noch immer die Funktionalität im Vordergrund.

Beim Einsatz von IoT-Lösungen in der Industrie müssen Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden, um das Angriffsrisiko zu minimieren.(Bild:  Fotolia)
Beim Einsatz von IoT-Lösungen in der Industrie müssen Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden, um das Angriffsrisiko zu minimieren.
(Bild: Fotolia)

Die Produktentwicklung hat genug damit zu tun, die neuen Kommunikationstechniken, das komplizierte Zusammenspiel von Sensoren, Aktoren und PLCs (Programmable Logic Controller), in den Griff zu bekommen. Wichtig ist, dass die Produkte und Lösungen funktional laufen – Sicherheitsaspekte sind, wenn überhaupt, nur ein Randthema.

Doch das IoT birgt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch neue Risiken. Die Verbindung technischer Systeme mit dem Firmennetzwerk und dem Internet über standardisierte Kommunikationsschnittstellen erlaubt eine umfassende Kontrolle und Steuerung dieser Systeme. Allerdings nicht nur für berechtigte Nutzer, sondern bei unzureichender Absicherung auch für Angreifer. Diese können dabei nicht nur Informationen gewinnen, sie können auch die Steuerung der betreffenden Systeme übernehmen und sogar Fehlfunktionen auslösen. Man kann sich entsprechende Schadensszenarien leicht ausmalen; erst recht, wenn IoT auch in kritischen Infrastrukturen zum Einsatz kommt, beispielsweise in der Strom- und Wasserversorgung.