Expertenbeitrag

Dipl.-Ing. Steffen Himstedt

Dipl.-Ing. Steffen Himstedt

Geschäftsführer

Nachhaltigkeit in der Produktion
Mit dem Zero-Canvas zu mehr Nachhaltigkeit

Von Steffen Himstedt 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mehr Nachhaltigkeit bei Produkten und in der Produktion ist gesellschaftlicher, politischer und unternehmerischer Konsens. Doch wie geht man dieses komplexe Thema an? Eine Leinwand und ein Process-Mining-Bild schafft einen Überblick und die notwendige Struktur.

Alle Fachbereiche sollten nacheinander die jeweiligen Wertschöpfungsbereiche in den Kategorien Zero Emissions, Zero Waste und Zero Inequality betrachten.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Alle Fachbereiche sollten nacheinander die jeweiligen Wertschöpfungsbereiche in den Kategorien Zero Emissions, Zero Waste und Zero Inequality betrachten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

81 Prozent der Industrieunternehmen betonen laut einer aktuellen Studie von Bitkom, dass Industrie 4.0 zu einer nachhaltigen Produktion beiträgt. Weiterhin zeigt die Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ auf, dass produzierenden Unternehmen rund 64 Megatonnen CO2 einsparen können. Das sind 17 Prozent der geplanten CO2-Einsparungen des „Klimaziels 2030“. Damit liegt also ein großer Druck auf der Industrie und im Kern auf den Produktionsverantwortlichen, die im Zentrum der Wertschöpfungskette – und somit der CO2-Emissionen – stehen. Die Themen Effizienz, Resilienz und Nachhaltigkeit in der Produktion unter einen Hut zu bekommen ist eine Mammutaufgabe. Dabei reicht es nicht aus, nur den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Eine nachhaltige Produktion deckt neben der CO2-neutralen Fertigung (engl. Zero Emissions) auch die Bereiche „schonender Ressourcen-Einsatz“ (engl. Zero Waste) und fairer Umgang mit Mitarbeitenden (engl. Zero Inequality) ab. Die 17 Global Goals der UN geben auch hierfür ein gutes Leitbild, um eine Produktion wirklich nachhaltig aufzubauen. Aber wo setzen Industrieunternehmen hier am besten an?

CO2-Einsparpotenzial in der Fertigung

An dieser Stelle hilft eine weitere Studie, in der Oxford Economics zusammen mit SAP die Unternehmensbereiche der Industrieunternehmen untersucht haben, in denen sie in den letzten drei Jahren die größten Potenziale gehoben haben und wo sie in den nächsten drei Jahren noch Potenzial sehen. Hier liegt der Bereich Fertigung mit jeweils um die 50 Prozent unangefochten vorne.