Anwender, Normenexperte und System-Entwickler im Gespräch
Maschinensicherheit & Industrie 4.0: Diskussion am runden Tisch

Von Jan Vollmuth 9 min Lesedauer

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Am runden Tisch diskutieren ein Anwender, ein VDMA-Normenexperte und ein System-Entwickler mit Fachleuten von ABB, welche Auswirkungen aktuelle Technologieentwicklungen für die Maschinensicherheit haben.

Was bedeutet Industrie 4.0 für die Maschinensicherheit? Experten diskutierten die Auswirkungen für Funktionale Sicherheit, Normung und Sicherheitstechnik.(Bild:  Vogel Business Media / Johannes Untch)
Was bedeutet Industrie 4.0 für die Maschinensicherheit? Experten diskutierten die Auswirkungen für Funktionale Sicherheit, Normung und Sicherheitstechnik.
(Bild: Vogel Business Media / Johannes Untch)

„Funktionale Sicherheit ist immer ein Thema“, so stellt Sebastian Franz gleich zu Beginn der Roundtable-Diskussion klar. Er leitet die Konstruktion bei der KBA-Notassys AG in Würzburg, einem Hersteller von Maschinen für den Druck unter anderem von fälschungssicheren Banknoten. Dabei kann Sebastian Franz auf ein umfangreiches Normenwerk rund um das Thema Maschinensicherheit zurückgreifen. „Die ISO 12100 ist sicherlich die Bibel für das Thema Maschinensicherheit, auf dieser Grundlagennorm basiert auch die ISO 13849“, so Dr. Gerhard Steiger, seit elf Jahren Leiter der Abteilung Normung beim VDMA. „Zudem haben wir aber auch die IEC 61508, aus der dann für verschiedene Anwendungsbereiche wie Maschinenbau oder Prozessindustrie entsprechende Normen abgeleitet wurden, wie zum Beispiel die IEC 62061.“

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Kommunikation zwischen Maschinen im Mittelpunkt

Doch mit der Diskussion rund um Industrie 4.0 ändern sich die Voraussetzungen für die Maschinensicherheit und ihrer Normung: „Bisher war es in der Regel so, dass es sich bei der Sicherheitstechnik um autarke, in sich geschlossene Systeme handelte“, so Sven Glöckler, Segment Manager Maschinenbau bei ABB Stotz-Kontakt in Heidelberg. „Mit der Industrie 4.0 steht aber die Kommunikation zwischen Maschinen und über Unternehmensgrenzen hinweg im Mittelpunkt. Hinzu kommt eine steigende Flexibilität von Produktionsanlagen.“ Als Beispiel nennt er die Möglichkeit des Format Change und damit auch Recipe Change, bei dem durch den Austausch eines Anlagen- oder Maschinen-Moduls eine andere Produktvariante gefertigt werden kann.

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