Kostengünstige IoT-Kommunikation im unlizenzierten Band
LoRaWAN als Alternative zu 5G und NB-IoT

Von Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner 5 min Lesedauer

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Während 5G und NB-IoT in aller Munde sind, lassen sich vernetzte Dinge alternativ auch über lizenzfreie Frequenzbänder ansprechen. LoRa und LoRaWAN liefern hierfür einen kostengünstigen Ansatz, mit dem Anwender gleich ganz auf Telkos verzichten können.

Seine Stärken entfaltet LoRaWAN dort, wo es weder Strom noch Mobilfunk gibt – etwa bei der Landwirtschaft in abgelegenen Gebieten.(Bild:  Semtech)
Seine Stärken entfaltet LoRaWAN dort, wo es weder Strom noch Mobilfunk gibt – etwa bei der Landwirtschaft in abgelegenen Gebieten.
(Bild: Semtech)

LoRa beziehungsweise LoRaWAN beschreiben Verfahren, mit denen sich IoT-Devices drahtlos und über weite Distanzen verbinden und ins Internet bringen lassen. Der Ansatz wurde auf Energieeffizienz und Batterielaufzeiten von bis zu zehn Jahren hin optimiert, nutzt lizenzfreie Bänder und lässt sich vergleichsweise kostengünstig sowie rasch implementieren.

Die Modulation: LoRa

LoRa leitet sich von „Long Range“ ab und beschreibt, wie IoT-Devices auf der physischen Kommunikationsschicht angebunden werden. Hierbei werden frequenzfreie Bänder genutzt, auf denen Daten per Zirpenfrequenzspreizung (Chirp Spread Spectrum, CSS) moduliert werden. Die genutzten Verfahren sind patentiert und wurden vom französischen Unternehmen Cycleo entwickelt, das mittlerweile vom Chiphersteller Semtech übernommen wurde.