Expertenbeitrag

 Ben Kröger

Ben Kröger

Technische Leitung bei Axians IT Security, Axians

Cryptojacking
Kriminelle Schürfer abwehren

Von Ben Kröger 3 min Lesedauer

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Unter Cyberkriminellen herrscht Goldgräberstimmung. Sie kapern fremde Rechner, um damit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Monero zu schürfen. Wie können sich Unternehmen schützen?

Immer wieder kommen neue Arten von Hackerangriffen ans Licht.(Bild:   / CC0)
Immer wieder kommen neue Arten von Hackerangriffen ans Licht.
(Bild: / CC0)

Seit gut einem Jahr treibt eine neue Gattung von Schadsoftware verstärkt ihr Unwesen. Cryptojacking heißt der Trend: eine Wortschöpfung aus Cryptocurrency (Kryptowährung) und Hijacking (Entführung). Bei solchen Angriffen infizieren Hacker die Computer ihrer Opfer, um sie in Botnetze einzubinden und für Cryptomining zu missbrauchen. Dies passiert meist unbemerkt im Hintergrund. Da das Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Monero jedoch äußerst rechenintensiv ist, verzeichnen Betroffene einen deutlichen Rückgang ihrer Rechenleistung und einen gleichzeitigen Anstieg ihres Energieverbrauchs. In manchen Fällen skalieren dadurch auch unbemerkt Cloud-Umgebungen, was hohe Zusatzkosten verursachen kann.

Die Zahl der Schädlinge steigt enorm

Im zweiten Quartal 2018 verdrängte Cryptojacking Malware mit 2,5 Millionen neuen Samples erstmals Ransomware vom Spitzenplatz der Schadsoftware-Liste, so der aktuelle Threats Report des Sicherheitsspezialisten McAfee. Warum ist Cryptojacking derzeit so beliebt? Das liegt zum einen daran, dass um die Jahreswende 2017/2018 die Kurse für Kryptowährungen astronomisch in die Höhe schnellten. Außerdem sind die mathematischen Berechnungen, um Bitcoin & Co. zu schürfen, komplexer geworden, sodass dafür mehr Rechenleistung nötig ist. Statt in teure Hardware zu investieren, kapern Cyberkriminelle daher lieber fremde Ressourcen. Anders als bei Erpressersoftware, die auf eine einmalige Lösegeldzahlung abzielt, geht es Hackern beim Cryptomining um eine kontinuierliche Wertschöpfung.

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