Wissenschaftsjahr 2019
KI und Recruiting: Mensch schlägt Maschine

Von Jürgen Schreier 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Künstliche Intelligenz (KI) hält in immer mehr Lebensbereichen Einzug. Auch im Bewerbungsprozess wird KI vermehrt eingesetzt, um die Auswahl zu erleichtern und die Qualität zu steigern. Angst um ihren Job müssen Recruiter aber vorerst nicht haben.

Für Bahar Jawadi - Chief Information Officer bei INTEGR8, einer Berliner Firma, die sich mit KI und Chatbots beschäftigt - ist die richtige Erwartungshaltung entscheidend. Den Nutzern müsse von vornherein klar gemacht werden, was KI könne und was nicht. "Ein Algorithmus kann nicht alle Leute unterstützen. Die Erwartungen sind teilweise zu hoch und deswegen sind die Nutzer dann enttäuscht", erklärt sie. (Bild:  Svenja Hörath)
Für Bahar Jawadi - Chief Information Officer bei INTEGR8, einer Berliner Firma, die sich mit KI und Chatbots beschäftigt - ist die richtige Erwartungshaltung entscheidend. Den Nutzern müsse von vornherein klar gemacht werden, was KI könne und was nicht. "Ein Algorithmus kann nicht alle Leute unterstützen. Die Erwartungen sind teilweise zu hoch und deswegen sind die Nutzer dann enttäuscht", erklärt sie.
(Bild: Svenja Hörath)

Von der Erstellung einer Stellenanzeige über die Kommunikation via Chatbot bis hin zum Interview: Künstliche Intelligenz wird im Bewerbungsprozess unterschiedlich eingesetzt. Die Recruiter werden unterstützt, indem der Algorithmus bestimmte Aufgaben erledigt. Dennoch zeigt eine im März 2019 durchgeführte Umfrage des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), dass nur 16 Prozent der knapp 860 befragten Personaler bereits mit einer KI arbeiten. Und wenn, dann überwiegend im Recruiting.

Die neue Technologie soll die Arbeit erleichtern, Zeit einsparen und sowohl die Effizienz als auch die Anzahl passender Kandidaten erhöhen. Dennoch bleibt die endgültige Entscheidungsmacht nach wie vor beim Personaler, Künstliche Intelligenz wird zur Zeit vor allem als Unterstützung bei der Vorauswahl eingesetzt. In den letzten Jahren ist das Interesse an der Technologie zwar gestiegen, der flächendeckende Einsatz hat sich aber noch nicht durchgesetzt. Die jeweilige Ausprägung des Algorithmus hängt von der Firma und dem genauen Einsatzgebiet ab.