Data Threat Report
IT-Sicherheit: Mehr Geld falsch investiert?

Von Jürgen Schreier 6 min Lesedauer

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Trotz weltweit steigender Investitionen in IT-Sicherheit, reißen die die Berichte über größere Sicherheitsverletzungen in Europa und dem Rest der Welt nicht ab. Der Artikel untersucht die Gründe für diese auffallende Diskrepanz.

In Sachen Cybersecurity dreht man sich offenbar im Kreis. Da sind höhere Ausgaben und Investitionen in den Bereich IT-Sicherheit auf der einen Seite, und dennoch mehr Datenschutzvorfälle auf der anderen.(Bild:   / CC0)
In Sachen Cybersecurity dreht man sich offenbar im Kreis. Da sind höhere Ausgaben und Investitionen in den Bereich IT-Sicherheit auf der einen Seite, und dennoch mehr Datenschutzvorfälle auf der anderen.
(Bild: / CC0)

In diesem Jahr ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO/GDPR) wirksam geworden. Die bis dato weitreichendste und umfassendste Verordnung zum Datenschutz beziehungsweise zur Informationssicherheit gilt für alle Unternehmen, die mit einem der über 500 Millionen Einwohner der Europäischen Union (EU) Geschäfte machen. Nach einer Mischung aus Übersättigung auf der einen Seite und Aktionismus auf der anderen Seite, werden nun die Auswirkungen konkret diskutiert und die Anforderungen umgesetzt.

Ausgaben für Datensicherheit steigen

Tatsächlich rüsten europäische Unternehmen im Bereich IT-Sicherheit seit einigen Jahren ihre IT-Organisationen auf, um mit den wachsenden Compliance-Anforderungen Schritt zu halten. Unterdessen dauern in Europa und dem Rest der Welt die Berichte über größere Sicherheitsverletzungen unvermindert an. Und zwar trotz der weltweit steigenden Investitionen in IT-Sicherheit. Das legt zwei Vermutungen nahe. Entweder sind die Angreifer inklusive der organisierten Cyberkriminalität nach wie vor den entscheidenden Schritt voraus − oder schlimmer, die aufgestockten Mittel werden nicht effektiv genug eingesetzt.