Expertenbeitrag

Dr. Harald Karcher

Dr. Harald Karcher

Journalist

Nachgefragt bei den Herstellern
Ist WiFi Mesh besser als WLAN?

Von Dr. Harald Karcher 14 min Lesedauer

Seit der CES 2017 schwappt ein Hype namens WiFi-Mesh aus Amerika herüber. Doch auf beiden Seiten des Atlantiks gibt es wenig Konsens, was WiFi-Mesh genau bedeutet. Deshalb haben wir acht WLAN-Manager um Erklärungshilfe gebeten.

Der Aufbau eines Mesh-Networks ähnelt – wie der Namen schon sagt – dem Aufbau eines geknüpften Netzes.(Bild:   / CC0)
Der Aufbau eines Mesh-Networks ähnelt – wie der Namen schon sagt – dem Aufbau eines geknüpften Netzes.
(Bild: / CC0)

Die beste Mesh-Definition liefert Lancom Systems, die überhaupt kein WiFi-Mesh-System im eigenen Portfolio haben. Laut deren Chef und Gründer Ralf Koenzen besteht ein WLAN-Mesh-System „aus einem (WLAN-) Router und mehreren Access Points, die anstelle von Netzwerkkabeln per WLAN-Backbone miteinander verbunden sind. Durch die nicht nötigen Netzwerkkabel soll der Installationsaufwand gegenüber herkömmlichen WLAN-Netzwerken gering gehalten werden, da für die Access Points nur eine Stromversorgung benötigt wird. Oftmals gibt es dabei eine dynamisch vermaschte Struktur zwischen den Access-Points, je nach Funkfeldsituation verändern sich also die Datenwege im WLAN-Backbone,“ erklärt Koenzen. Anders formuliert lauten diese zwei zentralen Mesh-Eigenschaften folgendermaßen:

  • 1. Beim neuen WiFi-Mesh sind mehrere WiFi-Access-Points ausschließlich über WLAN-Funk miteinander verkoppelt, anstatt wie bisher zumeist üblich über LAN-Kabel.
  • 2. Die Verbindungswege zwischen den vermaschten (oder ver-meshten) WiFi-Points können sich systemgesteuert vollautomatisch und dynamisch an wechselnde Funk-Umgebungsbedingungen anpassen – sprich selber optimieren.