Identifikationssysteme
Ist Auto-ID-Technologie im IIoT-Zeitalter noch gefragt?

Ein Gastbeitrag von Oliver Pütz-Gerbig* 7 min Lesedauer

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Automatische Identifikationssysteme wie 1D/2D-Code- und RFID-Lesegeräte haben sich in industriellen Produktionsprozessen und logistischen Abläufen bewährt. Verändert die Industrie 4.0 die Anforderungen an moderne Identifikationssysteme? Hat das klassische Lesegerät gar ausgedient?

Bedeutet das Industrial IoT das Aus für Lesegeräte, die einen Code über eine serielle Schnittstelle an eine Steuerung weiterleiten?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Bedeutet das Industrial IoT das Aus für Lesegeräte, die einen Code über eine serielle Schnittstelle an eine Steuerung weiterleiten?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Am Anfang steht der Barcode. Als optisches Identifikationssystem wurde er in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt. Inzwischen ist er weltweit flächendeckend in verschiedenen Ausprägungen, zum Beispiel als GS1-128, Datamatrix, QR-Code oder Aztec-Code, in Gebrauch. Die Bedeutung als wichtigstes Identifikationsmedium verdankt der Barcode – beispielsweise in Form eines gedruckten Etiketts – seiner einfachen Anwendbarkeit, seinen sehr geringen Kosten und einer durchgängigen weltweiten Standardisierung. Der Strichcode ist unser täglicher, nahezu unauffälliger Begleiter geworden – das gilt auch für industrielle Anwendungen. Doch die Konkurrenz schläft auch hier nicht und so gibt es bereits Alternativen zum klassischen Barcode. Eine davon ist RFID.

RFID kurz erklärt

Die sogenannte Radio Frequency Identification (RFID) nutzt die elektromagnetische Wechselwirkung im Radiofrequenzbereich zwischen meist passiven RFID-Datenträgern, sogenannten Tags, und einer das elektromagnetische Feld erzeugenden Antenne.