Chancen und Gefahren
Das Internet of Behaviors und sein ethisches Dilemma

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 5 min Lesedauer

Das Internet of Behaviors, kurz IoB, basiert auf dem Verständnis, menschliches Verhalten durch eine intelligente Datenanalyse vorhersagen und beeinflussen zu können. Welche Mehrwerte entstehen? Und wie sieht es mit ethischen Einwänden aus?

Das IoB ist die Erweiterung des IoT, das die von Sensoren und Geräten gesammelten Daten zur Analyse der menschlichen Psyche nutzt.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Das IoB ist die Erweiterung des IoT, das die von Sensoren und Geräten gesammelten Daten zur Analyse der menschlichen Psyche nutzt.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Warum verhalten sich Menschen so, wie sie es tun? Eine nur auf den ersten Blick einfach gestellte Frage, auf die eine große Anzahl an komplexen Antworten möglich ist. Eines ist jedoch sicher: Organisationen, die den Schlüssel zum Verständnis menschlichen Verhaltens – und zur Beeinflussung von Verhaltensmustern – durch das Internet of Behaviors entdecken, versprechen sich davon einen erheblichen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Wie das?

Das Internet of Behaviors ist ein spezieller Anwendungsfall des Internet of Things und kombiniert daher IoT-Technologie, Verhaltenswissenschaft und Datenanalyse. Ziel ist es, Daten zu sammeln, die für individuelle Verhaltens- und Denkmuster relevant sind. Diese Informationen werden dann einer Analyse unterzogen, um Erkenntnisse über das menschliche Verhalten zu gewinnen. Anschließend sollen diese Daten für verschiedene Zwecke verwendet werden, beispielsweise zur Verbesserung von Marketingkampagnen – aber auch zur medizinischen Überwachung von Patientinnen und Patienten.