Mehr Agilität, weniger Planung
Industrie-4.0-Projekte: Schnell greifbare Ergebnisse schaffen

Von Jürgen Schreier 3 min Lesedauer

Unsicherheit hält viele Fertigungsfirmen davon ab, ihre Produktion zu vernetzen. Dieser Ratgeber liefert Anregungen, wie sich ein Digitalprojekt im Industrie-4.0-Umfeld zum Erfolg führen lässt. Dabei spielen vor allem Dienstleisterauswahl, Projektmethodik und schnelles Prototyping eine wesentliche Rolle.

IT-Beratern gelingt es durch ihren neutralen Blick von außen oft am besten, verschiedene firmeninterne Expertengruppen auf Digitalisierungsprojekte einzuschwören. Der Dienstleister muss dabei vor allem die digitalen Kompetenzen abbilden. (Bild:  Axel Heise)
IT-Beratern gelingt es durch ihren neutralen Blick von außen oft am besten, verschiedene firmeninterne Expertengruppen auf Digitalisierungsprojekte einzuschwören. Der Dienstleister muss dabei vor allem die digitalen Kompetenzen abbilden.
(Bild: Axel Heise)

Was tun, wenn eine Firma Ausschuss produziert? Ein Data-Science-Projekt kann Abhilfe schaffen, indem es die negativen Einflussfaktoren identifiziert. Big-Data-Experten verarbeiten die Daten der Produktionsanlage und korrelieren diese mit Umgebungsinformationen aus verschiedenen Datenquellen. Angewandte statistische Methoden können mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit vorhersagen, unter welchen Rahmenbedingungen Ausschuss produziert wird. Tritt diese Situation ein, fährt das Unternehmen die Maschinen gar nicht erst hoch, sondern schaltet zuerst die störenden Parameter aus.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Ein Industrie-4.0-Projekt dieser Art ist in vielen Fertigungsumgebungen denkbar – Unternehmen benötigen dafür kaum technologische Voraussetzungen. Die Modernisierung geschieht in diesem Fall über Retrofitting. Die Anlagen werden mit Sensoren ausgestattet und liefern Daten, die von Algorithmen analysiert werden. Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist ein interdisziplinäres Team, in dem Fachleute aus Produktion und IT-Abteilung zusammenarbeiten.