Security
Gesundheitssystem im Fadenkreuz: Wie ein Ransomware-Angriff abläuft

Von Hatem Naguib* 5 min Lesedauer

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Gesundheitseinrichtungen stehen durch die Corona-Krise bereits unter enormem Druck, dennoch sehen sie sich aktuell zusätzlichen Cyberangriffen ausgesetzt. Doch das Wissen über diese Attacken hilft auch, sich davor zu schützen.

Gesundheitseinrichtungen wie etwa Kliniken sind in der gegenwärtigen Krisensituation zu den ohnehin  erschwerten Bedingungen zusätzlich noch Cyberangriffen ausgesetzt. (Bild:  iStock / Barracuda Networks)
Gesundheitseinrichtungen wie etwa Kliniken sind in der gegenwärtigen Krisensituation zu den ohnehin erschwerten Bedingungen zusätzlich noch Cyberangriffen ausgesetzt.
(Bild: iStock / Barracuda Networks)

Noch vor wenigen Wochen haben einige Hackergruppen angesichts der kursierenden Corona-Pandemie ihre angekündigten Attacken auf IT-Infrastrukturen von Krankenhäusern, Pflegeheimen und sonstigen medizinische Einrichtungen ausgesetzt. Es wirkte so, als ob es eine Art von Ehrgefühl auch unter Hackern gebe. Dem scheint sich allerdings nicht jeder Cyberkriminelle verpflichtet zu fühlen.
Als hätte die Gesundheitsbranche im Moment nicht schon genug zu bewältigen, sind viele Hacker immer noch bereit, Gesundheitsorganisationen ins Visier zu nehmen und überhäufen beispielsweise Krankenhäuser mit Spear-Phishing- und Ransomware-Attacken. Selbst vor dem deutschen Gesundheitsminister, Jens Spahn, sollen die Angreifer nicht Halt gemacht haben. Kliniken in Tschechien, Frankreich und auch in Deutschland seien ebenfalls angegriffen worden.

Die häufig genutzte Maze-Variante verschlüsselt nicht nur Daten, sondern exfiltriert sie auch, um sie für einen späteren Erpressungsversuch zu verwenden: Weigert sich das Opfer Lösegeld zu zahlen, sind die Daten nicht nur verloren, sondern die Kriminellen drohen überdies damit, diese zu veröffentlichen.