Cybersecurity Forscher machen 5G/6G-Kommunikationsnetze sicherer

Quelle: Fraunhofer-IPMS 2 min Lesedauer

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Die Sicherheit von Kommunikationsnetzen wird mit steigender Digitalisierung immer wichtiger. Das Projekt „RealSec5G“ soll das bringen.

Weil 5G- respektive 6G-Kommunikationsnetzwerke zwar schnell sind, aber noch nicht sicher genug, arbeiten Forscher des Fraunhofer-IPMS an Möglichkeiten, dieses Manko aus der Welt zu schaffen. Lesen Sie hier, was man in einem entsprechenden Projekt vorhat ...(Bild:  Fraunhofer-IPMS)
Weil 5G- respektive 6G-Kommunikationsnetzwerke zwar schnell sind, aber noch nicht sicher genug, arbeiten Forscher des Fraunhofer-IPMS an Möglichkeiten, dieses Manko aus der Welt zu schaffen. Lesen Sie hier, was man in einem entsprechenden Projekt vorhat ...
(Bild: Fraunhofer-IPMS)

Im Rahmen des Forschungsprojekts „RealSec5G“ sollen die Anforderungen der Datensicherheit in Kommunikationsgeräten für 5G/6G-Infrastrukturen in einem deterministischen „Time Sensitive“-Netzwerk (TSN) erprobt werden. Dabei konzipiert das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS einen TSN-„MACsec“-Funktionsblock, der mithilfe eines Demonstrators getestet werden soll. Die finale Implementierung sowie deren Performanceanalyse erfolgt dann in Kooperation mit dem Industrieunternehmen Albis-Elcon System Germany GmbH.

5G/6G-Netze sind noch nicht wirklich sicher

Diese neuen Generationen der Kommunikationsnetze versprechen zwar eine erhebliche Steigerung der Geschwindigkeit, der Kapazität und der Konnektivität, doch gleichzeitig bergen sie Gefahren für die Datensicherheit, heißt es weiter. Insbesondere in kritischen Anwendungen wie der Überwachung und Steuerung von Bahn- und Energienetzen sowie von autonomen Fahrzeugen und Robotern sei es entscheidend, zuverlässige und sichere Netzwerke zu garantieren. Spezialfälle wie „Closed Loop“-Anwendungen erfüllten diese Anforderungen bereits. Doch mit Blick auf offene Architekturen wie 5G/6G-Netze kann man das nicht behaupten, so die Forscher.

Im Rahmen des Projekts sollen deshalb deterministische Anforderungen in Form von Echtzeitfähigkeit, Redundanz und Übertragungsgarantien, sowie in puncto Datensicherheit in einem günstigen und einfach zu integrierenden System kombiniert werden, wie man erfährt. Das Fraunhofer IPMS konzipiert dafür, wie schon erwähnt, einen TSN-„MACsec“-Funktionsblock, der im Rahmen eines Demonstrators getestet werden soll. Das Akronym „MACsec“ steht übrigens für Media Access Control Security und ist ein von der IEEE spezifizierter Sicherheitsstandard zum Schutz von auf Ethernet basierten Netzwerken. Ethernet-Frames würden damit vertraulich und integer. Und TSN erweitert die Ethernet-Spezifikationen um Zeitsynchronisation und deterministische Kommunikation, wie die Forscher erklären.

Verbesserungen für viele Bereiche sind zu erwarten

Das Ziel des Projekts soll es sein, hohe Datenraten im Multi-Gigabit-Bereich zu unterstützen und auf einer praxistauglichen, vergleichsweise günstigen FPGA-Plattform („Off The Shelf“-Baugruppe) in einer realistischen Testumgebung zu erproben und zu evaluieren. Zusammen mit dem Industriepartner stärke das Vorhaben die Innovationskraft im Kernbereich der Wertschöpfungskette in Deutschland. Nach Einschätzung beider Projektbeteiligten ergeben sich im Erfolgsfall viele relevante Verwertungsmöglichkeiten, die trotz technischer Risiken eine zielführende und rasche Verwertung erwarten lassen. Außer den fokussierten Sektoren Energie und Transport respektive Verkehr ließe sich das dann auch in weiteren Anwendungsszenarien kritischer Infrastruktur skalieren. Dazu gehören Anwendungen in den Bereichen Staat und Verwaltung, Gesundheit sowie Informationstechnik und Telekommunikation, merken die IPMS-Forscher abschließend an.

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