Speicherklassiker
Festplatten: alles andere als retro

Ein Gastbeitrag von Rainer W. Kaese* 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Festplatten gibt es seit mehr als 60 Jahren. Auch wenn der Speicherklassiker schon häufiger totgesagt wurde, wird er mehr denn je gebraucht, um die Datenflut des IoT-Zeitalters aufzufangen. Technologische Weiterentwicklungen machen die Laufwerke fit für neue Anforderungen.

Die schnell wachsenden Datenmengen des Informationszeitalters lassen sich nur mit Festplatten kostengünstig auffangen und verwalten.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Die schnell wachsenden Datenmengen des Informationszeitalters lassen sich nur mit Festplatten kostengünstig auffangen und verwalten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Als 1956 die erste Festplatte auf den Markt kam, war das eine Revolution. Bis dahin wurden Daten meist auf Lochkarten gespeichert, deren Organisation extrem aufwendig und zeitraubend war. Nun fasste ein einziges Gerät plötzlich die Daten von 64.000 Lochkarten und erlaubte dank rotierender Magnetscheiben sowie beweglicher Arme mit Schreib-Lese-Köpfen nahezu unmittelbare Zugriffe. Das boten selbst die damals ebenfalls aufkommenden Magnetbänder nicht.

Allerdings war die erste Festplatte ein regelrechter Koloss. Sie brachte mit ihren 50 24-Zoll-Disks rund eine Tonne auf die Waage und hatte Abmessungen von 152 x 172 x 74 Zentimetern. Erst Ende der 80er-Jahre kamen die heute üblichen 3,5-Zoll-HDDs auf, die sich an der Größe von Diskettenlaufwerken orientierten, damit sie in den gleichen Laufwerksschächten verbaut werden konnten. Der Formfaktor wurde anschließend auch in Servern und Storage-Systemen zum Standard.