Digitalisierung
Digitalisierte Produktion unter erschwerten Bedingungen

Von Sebastian Human 4 min Lesedauer

„Die“ Industrie ist nicht immer ein sauberes Laufband, auf dem Dinge digitalisiert zusammengebaut oder herausgesucht werden. In den weitaus häufigeren Fällen herrschen vor Ort Extreme, die Computertechnik stark zusetzen können.

Industrie 4.0 findet nicht nur in sauberen Hallen statt. Digitaltechnik muss auch zwischen Untertags und Hochsee funktionieren. (Bild:   / CC0)
Industrie 4.0 findet nicht nur in sauberen Hallen statt. Digitaltechnik muss auch zwischen Untertags und Hochsee funktionieren.
(Bild: / CC0)

Beim Begriff Industrie 4.0 hat man meist eine reine Umgebung vor Augen. Eine Lagerhalle, durch die ein Kommissionierroboter lautlos gleitet. Eine Fertigungsstraße, an der die menschlichen Mitarbeiter dank Mixed Reality die Ausfallzeiten verkürzen. Natürlich, auch das ist Industrie. Aber der Begriff umfasst tatsächlich viel mehr. Er zieht sich über Umgebungen, in denen extreme Bedingungen herrschen und dementsprechend auch erhöhte Gefahren. Auch hier müssen digitale Produkte funktionieren. Doch die Problemstellungen sind mannigfaltig.

1. Staubbelastung

Man muss sich nicht in die kohlestaubige Umgebung eines Bergwerks versetzen, um zu erkennen, dass Staubbelastung ein gigantisches Problem für eine digitalisierte Produktion sein kann. Sie setzt nach und nach Lüfter und Kühlrippen zu, schlägt sich auf Bauteilen nieder. Auf Sensoren verfälschen Stäube die Messergebnisse, Aktoren können sie unbeweglich machen.