Digitaler Zwilling
Digital Twin: Wo das Industriegelände der Zukunft schon begonnen hat

Ein Gastbeitrag von Thomas Kijftenbelt* 4 min Lesedauer

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Industriegelände sollten eins ganz sicher nicht sein – und das ist eine Wundertüte voller Überraschungen. Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine macht vor, wie sich genau dieses Problem mithilfe eines Digital Twins vermeiden lässt.

Mit virtuellen Lösungen lässt sich ein digitaler Zwilling des Betriebsgeländes erstellen.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Mit virtuellen Lösungen lässt sich ein digitaler Zwilling des Betriebsgeländes erstellen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Um den Ansprüchen des Marktes gerecht zu werden, ist das Erweitern, Umbauen und Erneuern von Maschinen und den dazugehörigen Gebäuden für produzierende Unternehmen unvermeidlich. Tatsächlich ist der Aufbau eines Industriegeländes nie ganz abgeschlossen. Stattdessen befindet es sich in einem ständigen Wandel, bei dem Baustellen zur Tagesordnung gehören. Diese mit den unterschiedlichen Flächennutzungen und bestehenden Leitungsnetzen in Einklang zu bringen, ist jedoch nicht immer ganz einfach – und kann im schlimmsten Fall sogar zur Verschwendung knapper Ressourcen führen.

Ein Industriestandort, der genau für diese Problematik bereits eine passende Lösung gefunden hat, ist der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine. Bereits seit 2007 wurde hier daran gearbeitet, einen Digital Twin des Geländes zu erstellen. Heute hilft dieses Modell dem Unternehmen dabei, alles Wichtige im Blick zu behalten, um zum Beispiel bei Bauarbeiten keine Rohrleitung zu übersehen. Es bietet den Verantwortlichen außerdem die Chance, die Instandhaltung sowie Umbau- und Abrisspläne besser zu organisieren und dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu sparen.