Cebit 2017

Die Cebit an einem Tag – ein Erfahrungsbericht

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Willkommen in Japan, Teil 1

Und dann plötzlich bin ich mitten in Japan. In Halle 4 sind Teil der Aussteller des Partnerlands untergebracht. Ich finde Hitachi, Toshiba, Fujitsu, und viele freundlich blickende, asiatische Gesichter. Im Mittelpunkt des Japan-Auftritts steht die „Society 5.0“. Dahinter steht ein Konzept, mit dem die gesamte japanische Gesellschaft fit gemacht werden soll für die Digitalisierung.

Zu sehen gibt es hier reichlich. Ich entdecke einen Monitorhersteller, der Modelle mit einer Auflösung von 8K vorstellt. 8K! Das sind 33 Mio. Pixel, 16 mal so viele wie bei einem normalen HDTV-Gerät. Hierzulande hat sich noch nicht einmal die 4K-Technik durchgesetzt und Japan testet bereits die doppelte Größe: Bereits 2016 wurde das Ausstrahlen von 8K-Signalen via Satellit bei den Olympischen Spielen in Rio getestet. 2018 soll die Technik marktreif sein und 2020 bei den Olympischen Spielen Tokio eingesetzt werden. Wir Deutschen werden diese höchstauflösenden Bilder wohl eher nicht zu sehen bekommen ... Die Bildqualität ist jedenfalls unfassbar. Eingesetzt werden solche System unter anderem in der Chirurgie. Ich stelle mir vor, welche anderen Industrien mit solchen hochauflösenden Bildern eine Menge Geld verdienen würden.

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Paul arbeitet bei Saturn

Und dann ist da wieder ein Roboter. Diesmal ist sein Name Paul, und er arbeitet im Saturn in Ingolstadt. Paul kann gut zuhören und sich mit Kunden unterhalten. Er weiß, wo was steht und kann den Kunden direkt zu seinem gewünschten Produkt bringen. Das ganze ist ein Projekt des Fraunhofer Keeper IPA. Zu finden ist der im Bitkom Hub (Ein Platz für Startups) in Halle 4. Zeit für ein Selfie mit Paul.

Paul und ich, ich und Paul.(Bild:  Robert Horn)
Paul und ich, ich und Paul.
(Bild: Robert Horn)

Und wieder ein kleiner Exkurs. Ich lasse mich echt zu leicht ablenken. Ich bleibe bei Medicus hängen, einem kleinen Startup, das mit Hilfe intelligenter Algorithmen medizinische Daten (etwa Bluttests) von Nutzern auswertet und so hilfreiche Tipps geben kann. Das Ganze funktioniert in App-Form. Kurzfristig will das junge Unternehmen die App kostenlos unters Volk bringen, langfristig sind Kooperationen mit Versicherungen denkbar. Als Dankeschön für mein Zuhören gibt es einen Rote-Beete-Grünkohl-Spinat-Smoothie. Na dann, auf gute Gesundheit.

Plötzlich fährt mir ein kleines Vehikel fast vor die Füße. Oben drauf montiert ist eine 360-Grad-Kamera, dahinter läuft ein Japaner mit einer Fernbedienung. Er erklärt mir, dass er Rundum-Aufnahmen der Halle macht, das System fährt aber autonom. Er muss dem kleinen selbstfahrenden Roboter nur aus Sicherheitsgründen hinterherlaufen. Klingt nach einem wahnsinnig spannenden Job im hektischen Messebetrieb. Der Smoothie war übrigens lecker.

Weitere Impressionen der CeBIT 2017 finden Sie in unserer Bildergalerie.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal MM MaschinenMarkt erschienen.

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