Data Spaces
Kontrolliertes Universum: Der EU Data Act und die Zukunft der Datenräume

Ein Gastbeitrag von Nico Götz* 7 min Lesedauer

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Der kontrollierte Datenaustausch über die Grenzen unternehmenseigener Datensilos hinweg eröffnet neue Wertschöpfungspotenziale. Der Schlüssel dazu sind Data Spaces. Experten sehen in ihnen große Vorteile für die Digitalisierung und die Kontrolle über die eigenen Daten.

Die Verfügbarkeit von Daten und deren Analyse gehören zu den entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Die Verfügbarkeit von Daten und deren Analyse gehören zu den entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Zu den wichtigsten Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zählen heute die Verfügbarkeit von Daten und deren korrekte Nutzung. Allerdings: Um ihre Daten vor Missbrauch zu schützen und sich vom Wettbewerb nicht in die Karten schauen zu lassen, schotten die Unternehmen ihre Datenwelt immer stärker nach außen ab. Diese Abschottung dient zwar ohne Zweifel der Sicherheit, sie sorgt andererseits aber dafür, dass das in diesen Daten schlummernde Wertschöpfungspotenzial nicht annähernd ausgeschöpft wird.

So schätzt die EU-Kommission, dass bislang 80 Prozent der von der europäischen Industrie erzeugten Daten ungenutzt bleiben. Der seit dem 11. Januar 2024 rechtskräftige EU Data Act soll helfen, dieses riesige Potenzial auszuschöpfen. Der Data Act verpflichtet Unternehmen, bisher exklusive Daten zu teilen. Zugleich erhalten sie die Chance, mit Daten anderer Unternehmen ihre eigenen Projekte voranzubringen. Nach Ansicht von Experten könnte allein dadurch die Wirtschaftskraft der EU innerhalb der kommenden vier Jahre um 270 Milliarden Euro wachsen.