Studie „Data for Humanity“
Datennutzung: Wie schlagen sich deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich?

Ein Gastbeitrag von Dieter Stehle* 5 min Lesedauer

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Die aktuelle Studie „Data for Humanity“ von Lenovo zeigt, dass deutsche Unternehmen bei der Datennutzung auf dem richtigen Weg sind. Dennoch gibt es noch viel Potenzial zur Verbesserung, damit sie auch in Zeiten globaler Krisen resilient bleiben.

Die Lenovo-Studie deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine bessere Datenkompetenz benötigen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Lenovo-Studie deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine bessere Datenkompetenz benötigen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die globale Instabilität beeinflusst Unternehmen weltweit und macht auch vor Deutschland keinen Halt. Insbesondere die Energiekrise wird als größte Herausforderung angesehen: Mehr als zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre mäßige bis starke Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. Ähnlich verhält es sich in Bezug auf den Klimawandel und die Gesundheitsversorgung. Bei letzterem Punkt ist davon auszugehen, dass es sich um eine Folgeerscheinung der Corona-Pandemie handelt, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die deutsche Wirtschaft stärker getroffen hat als die meisten anderen EU-Mitgliedstaaten. Gleichfalls wurde der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland durch die Inflation gebremst, die im Oktober 2022 mit 10,4 Prozent ihren Höhepunkt erreichte. Trotz alledem konnten die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg von 67 Prozent vorweisen, verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 61 Prozent.

Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten, müssen die deutschen Unternehmen handeln. Dennoch sind nur wenige Firmen bereit, Maßnahmen gegen die zuvor genannten Probleme zu ergreifen. Lediglich 37 Prozent wollen etwas gegen die Energiekrise unternehmen, obwohl sie diese als ihre größte Bedrohung ansehen.