NIS 2
Cybersicherheit: Deutsche Unternehmen müssen den Turbo einlegen

Ein Gastbeitrag von Christian Garske* 4 min Lesedauer

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Viele deutsche Unternehmen sind noch nicht auf NIS 2 vorbereitet. Die europäische Sicherheitsrichtlinie für Cybersecurity verlangt, dass sie sich als Teil internationaler Lieferketten bis Ende 2024 besser gegen IT-Angriffe schützen. Schon jetzt läuft ihnen die Zeit davon.

Die EU will deshalb das Cybersicherheitsniveau und die Zusammenarbeit auf Organisationsebene in Europa stärken.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Die EU will deshalb das Cybersicherheitsniveau und die Zusammenarbeit auf Organisationsebene in Europa stärken.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Kein Tag vergeht, an dem nicht über Cyberangriffe auf Unternehmen berichtet wird. Seit einigen Jahren steht insbesondere die Industrie durch die Digitalisierung der Fertigung und die Vernetzung der Produktionsprozesse im Fokus der Kriminellen. Die Angreifer versuchen, sich Zugang zu den Netzwerken zu verschaffen, um Daten zu stehlen oder den Betrieb zu stören. Mehr als jedes zweite Unternehmen war im vergangenen Jahr von digitaler Sabotage betroffen, so der Branchenverband Bitkom. Der Gesamtschaden belief sich auf 202 Milliarden Euro, davon kosteten allein Ausfall, Diebstahl oder Schädigung von Systemen und Abläufen 41,5 Milliarden Euro.

Deutlich mehr Unternehmen fallen unter NIS 2

Da Unternehmen als Teil von grenzübergreifenden Lieferketten agieren, ist längst klar, dass sich die Probleme nur auf internationaler Ebene lösen lassen. Wird zum Beispiel ein Zulieferer aus Rumänien in einer zeitkritischen Supply Chain angegriffen, kann das schnell zum Stillstand der Produktion in Deutschland führen. Die EU will deshalb das Cybersicherheitsniveau und die Zusammenarbeit auf Organisationsebene in Europa stärken. Ein wichtiger Baustein dafür ist die EU-Richtlinie NIS 2, die bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umgewandelt werden muss.