CRA
Vom Verhandlungstisch in Brüssel: Insider-Ansichten zum Cyber Resilience Act

Ein Gastkommentar von Lars Francke* 5 min Lesedauer

Nach intensiven Verhandlungen ist der Cyber Resilience Act (CRA) in Kraft getreten. Doch was bedeutet der CRA konkret? Warum war er anfangs so umstritten? Und wie sollten Unternehmen nun vorgehen? Ein Bericht aus Brüssel.

Unternehmen haben bis Dezember 2027 Zeit, die Anforderungen dieser EU-Verordnung zur Stärkung der Cybersicherheit umzusetzen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Unternehmen haben bis Dezember 2027 Zeit, die Anforderungen dieser EU-Verordnung zur Stärkung der Cybersicherheit umzusetzen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die europäische Gesetzgebung mag oft schwerfällig erscheinen, doch in puncto Cybersicherheit zeigt sich die EU erstaunlich entschlossen. Bereits 2019 wurde der Cybersecurity Act verabschiedet, wenig später folgte die Sicherheitsrichtlinie NIS-2. Nun markiert der CRA einen weiteren Meilenstein im Schutz digitaler Infrastrukturen. In einer Zeit, in der Cyberangriffe zunehmen, ist dies ein notwendiger Schritt.

Während Europa vorangeht, zeigen sich anderswo Rückschritte: In den USA wurde das unter der Biden-Regierung geschaffene Cyber Safety Review Board als eine der ersten Amtshandlungen der Trump-Administration wieder aufgelöst. Umso wichtiger ist es daher, dass die EU hier mit einem klaren Regelwerk voranschreitet – auch wenn der Weg dorthin nicht ohne Hürden war. Vor allem das Thema Open Source führte im Vorfeld zu hitzigen Diskussionen zwischen Politik, Wirtschaft und Verbänden.