Datentransparenz
Auf dem Weg zum digitalen Produktpass

Ein Gastbeitrag von Andreas Dangl* 4 min Lesedauer

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Der digitale Produktpass bietet die Chance, den vermeintlichen Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie aufzulösen. Organisationen und Unternehmen arbeiten unter Hochdruck an dieser Technologie. Ihr Ziel: Datentransparenz innerhalb der Liefer- oder Wertschöpfungsketten.

Der Digitale Produktpass ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Ökonomie, die Klima und Ressourcen schont und gleichzeitig auf wirtschaftliche Ziele fokussiert.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Digitale Produktpass ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Ökonomie, die Klima und Ressourcen schont und gleichzeitig auf wirtschaftliche Ziele fokussiert.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Idee hinter dem digitalen Produktpass (kurz: DPP) ist ebenso einfach wie genial: Anwender sind damit in der Lage, alle relevanten Daten über ein bestimmtes Produkt mit wenigen Klicks abzurufen. Neben den typischen Produktauskünften, Zertifikaten und Bedienungs- oder Gebrauchsanleitungen rücken zunehmend Informationen in den Mittelpunkt, die Auskunft über Reparierbarkeit, Wiederaufarbeitung und Recycling geben.

Somit genießen nicht nur Verbraucher die Vorteile des DPP, sondern auch alle Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette. So profitieren etwa Hersteller, indem sie Betriebs- und Gebrauchsanleitungen in der jeweils aktuellen Landesfassung bereitstellen. Entsorger erhalten die Möglichkeit, umwelt- und ressourcenschonendes Recycling durchzuführen. Öffentliche Stellen können überprüfen, ob die Verantwortlichen die örtlichen und aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten. Handwerker kommen schnell zu Anleitungen, wie sie ein Produkt am besten verbauen oder reparieren. Und: Der DPP ist nicht nur ein wirkungsvolles Werkzeug, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Er bietet Unternehmen auch Chancen, dauerhafte Wettbewerbsvorteile zu erzielen, indem er etwa Türen zu neuen Geschäftsmodellen öffnet.