IoT-Monetarisierung
After-Sales: Fünf Faktoren für mehr Effektivität in der Industrie 4.0

Ein Gastbeitrag von Frank Föge* 5 min Lesedauer

Smarte Anlagen sind heute fast Normalität. Schöne neue Welt? Nicht ganz. Denn bei der Monetarisierung modernster Technik hinkt die Industrie hinterher. Dabei bietet das After-Sales-Geschäft viele Möglichkeiten, zusätzliche Umsätze und vor allem Wachstum zu erzeugen.

Product-First-Ansätze haben ausgedient. Was Kunden und somit auch Industrieunternehmen wirklich hilft, ist der Transfer hin zum Customer-First-Modell.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Product-First-Ansätze haben ausgedient. Was Kunden und somit auch Industrieunternehmen wirklich hilft, ist der Transfer hin zum Customer-First-Modell.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Predictive Maintenance, virtueller Zwilling, Lieferungen on-demand: Die deutsche Industrie, ein wesentlicher Treiber des hiesigen Wohlstands, nimmt den Wandel ins 21. Jahrhundert mit Bravour. Allerdings droht sie dabei den gewichtigen Faktor der Monetarisierung aus den Augen zu verlieren. Denn obgleich zwar fortwährend hoch innovative und intelligente Anlagen, Maschinen und Geräte auf den Markt gebracht werden, können viele Unternehmen diese Dynamik nicht in ein entsprechendes Wachstum übersetzen. Mit anderen Worten: Geht es darum, mit smarter Technologie tatsächlich Einnahmequellen zu heben, befinden sich Industrie und produzierendes Gewerbe oft noch auf dem Niveau der 1990er-Jahre.

Antiquierte Geschäftsmodelle mit begrenzter Monetarisierung

Der Grund dafür ist, dass viele Betriebe und Branchen nach wie vor an antiquierten, vor allem analogen Geschäftsmodellen festhalten und daran ihre internen Geschäftsprozesse in Marketing und Vertrieb ausrichten. Das heißt: Intern wird zum Beispiel eine Maschine über verschiedene Variablen wie Materialkosten, Personalkosten und Arbeitsstunden kalkuliert, ehe anschließend die Marge dazugerechnet wird. Daraus ergibt sich der Verkaufspreis, zu dem die Maschine auf dem Markt angeboten wird.