Studierendenprojekt 3D-Drucker für Studierende

Quelle: Hochschule Stralsund 2 min Lesedauer

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Ein Projekt innerhalb des Maschinenbau-Bachelors der Hochschule Stralsund ermöglicht Eingeschriebenen über alle Fakultäten, unkompliziert ihre Konstruktionen zu drucken.

Studierende der Hochschule STralsund haben einen 3D-Drucker entwickelt, der für alle Kommilitonen zugänglich ist. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Studierende der Hochschule STralsund haben einen 3D-Drucker entwickelt, der für alle Kommilitonen zugänglich ist.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Für Eltern und Freunde erfahrbar machen, was man da eigentlich so macht im Studium – Das ist die Intention, mit der die Maschinenbau-Studenten Jan Wolfram, Jannes Liercke und Leon-Cornel Schaow ihren 1,15 Meter breiten und 1,9 Meter hohen 3D-Drucker konstruiert, programmiert und aufgebaut haben – für sich und all ihre Kommilitonen der Hochschule Stralsund.

„Die drei hatten damit eine echt gute Idee, die sie in ihrem Projekt, das im Studium als Modul vorgesehen ist, umsetzen wollten. Als sie mich angefragt haben, ob ich sie betreue, war ich sofort dabei“, berichtet Sven Klimaschewski, wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Expertise für 3D-Druck von der Fakultät für Maschinenbau.

Finanzierung und Zusammenarbeit

Finanziell möglich wurde das 13.000 Euro schwere Projekt dank eines eigentlichen Engpasses. „Durch Corona haben wir in der Fachschaft weniger ausgegeben, sodass das Geld da war, um das Projekt umzusetzen“, sagt Leon-Cornel Schaow, der wie seine Kommilitonen Jannes Liercke und Jan Wolfram in der Fachschaft aktiv ist. Die Gelder für die Fachschaften stammen unter anderem aus der Wohnsitzprämie, die der Hochschule als Fördermittel bereitgestellt wird. Wichtig bei derartigen Ausgaben sei, dass sie allen Studierenden der HOST zugutekommen – über alle Fakultäten.

Im Projekt arbeiteten die drei eng zusammen. Liercke übernahm einen Großteil der Konstruktion, Wolfram programmierte und Schaow konzentrierte sich auf den Zusammenbau. „Es war jeder in seinem Fachgebiet, aber wir haben auch alle alles abgesprochen“. Der Drucker kann Dimensionen von 600 mal 600 mal 750 Millimeter drucken.

Statt nur einem Extruderkopf, der das geschmolzene Filament auf der Druckplatte Schicht für Schicht aufträgt, hat der Host-Drucker einen Doppelextruder, so dass es möglich ist, mit zwei Materialien beziehungsweise zwei Farben gleichzeitig zu drucken – in einem Vorgang. „In der Theorie ist manches einfach, die drei mussten aber auch das ein oder andere Trouble-Shooting meistern“, sagt ihr Betreuer Sven Klimaschewski. So kam es beispielsweise zu Lieferverzögerungen bei den Bauteilen. Auf diesem Weg kamen einige Unterschiede zwischen Theorie und Praxis zum Vorschein. „Wir haben alle Stufen eines Projektes durchlaufen – Planung, Konstruktion, Beschaffung, Zusammenbau, Programmierung, Test und Feinjustierung“, sagt Leon-Cornel Schaow. „Wer jetzt etwas drucken will, muss keine Umwege gehen, sondern kann sich einfach an die Fachschaft wenden und seine kreative Gedanken umsetzen. Das ist ein großer Mehrwert für die Studierenden“, sagt auch Prof. Dr. Mark Vehse. Der Dekan der Fakultät hat das Projekt unterstützt ebenso wie eine Reihe von Kollegen.

Die drei haben den Drucker zudem so konzipiert, dass er noch erweitert und vergrößert werden kann, auf 800 mal 800 mal 800 Millimeter – in folgenden Projekten, von der nächsten Generation engagierter Studierender.

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