Zukunft der Datenspeicherung
Flash im Fokus: Wann kommt der nächste Technologiesprung?

Ein Gastbeitrag von Federica Monsone* 12 min Lesedauer

Seit seinem Erscheinen vor zwei Jahrzehnten hat Flash die IT-Welt revolutioniert, indem es langsamer drehende Festplatten verdrängte und die Leistung von Anwendungen erheblich steigerte. Wie ist es um die Zukunft von Flash bestimmt? Eine Expertenrunde wagt den Blick in die Glaskugel.

Wird Flash die Festplatte vollständig verdrängen und durch All-Flash-Rechenzentren ersetzen?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Wird Flash die Festplatte vollständig verdrängen und durch All-Flash-Rechenzentren ersetzen?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Es ist etwa 20 Jahre her, dass Flash-Speicher – in seiner dominanten Nand-Variante – erstmals Einzug in die Rechenzentren von Unternehmen gehalten hat. Seitdem hat er die Datenspeicherung verändert und die Leistung einer Vielzahl von Anwendungen erheblich gesteigert, indem er die viel langsameren rotierenden Festplatten als Standardmedium für die primäre Datenspeicherung ersetzt hat. Nach zwei Jahrzehnte Flash-Geschichte, ist es an der Zeit, einige grundlegende Fragen zur Zukunft der Technologie zu stellen. Wann könnte nach Ansicht von Experten das All-Flash-Rechenzentrum zur alltäglichen Realität werden, wo befindet sich Flash auf der Technologiekurve und wann kommt der nächste, wegweisende neue Festkörperspeicher als Ergänzung oder Nachfolger von Flash auf den Markt?

Tape ist nicht tot – und die Festplatte wird auch bleiben

Als Flash in den späten 1990er-Jahren erstmals in Rechenzentren Einzug hielt, wurde es lediglich zur Speicherung einer Teilmenge von Daten und nur für bestimmte leistungsempfindliche Anwendungen eingesetzt. Doch als die Flash-Preise immer weiter fielen und es zur Speicherung von Daten für eine immer breitere Palette von Anwendungen verwendet wurde, begannen Branchenbeobachter zu fragen, wie lange es dauern würde, bis Flash die Festplatte vollständig verdrängt und sogenannte All-Flash-Rechenzentren entstehen würden. Wie beurteilen Experten die Situation zwei Jahrzehnte später?